Tragödie in Firunsbrück Teil II

(verfasst von Kyrillion)

Edo kommt ganz aufgelöst zu uns. Asgold hätte das Ritual durchgeführt und wäre ein Untoter der von einem Schwarzmagier beherrscht wurde. Fünf Dorfbewohner wären gestorben. Was äußerst beunruhigend ist, ist die Information, dass der Magier auf dem Schiff zu sein scheint.

Verian erzählt uns daraufhin von seiner Erscheinung damals bevor er auszog für seine Ausbildung. Schon damals hat er es geahnt, dass etwas faul mit Asgold war. Asgold hätte auch Unruhe im Dorf gestiftet. Auf einmal erscheinen frühere Ereignisse in einem ganz anderen Licht. Zerschnittene Netze am Strand und dann noch der Tod von Verians Vater.

Am Strand wartet schon Alrik Fischmeister auf uns. Er wird uns aufs Meer segeln. Als wir nah genug an dem Schiff sind, nimmt Edo das Fernglas und murmelt etwas. Er meint er könne so Taghell sehen. Was er zu berichten hatte, trieb uns den Schrecken in die Glieder. Ein komplett schwarzes Schiff mit zerrissenen Segeln und einem riesigem Maul als Bug. In dem Maul würde ein schwarzes Plasma brodeln und das Schiff fährt auf einer lache aus Teer wie es scheint. Überall sind ungewöhnlich viele Haie zu sehen. An der Reling waren viele nackte ausgezehrte vor Leid schreiende Menschen angekettet.

Schiff der Paktierer

Wir bekommen es mit der Angst zu tun und segeln zurück, so schnell wir können. Ich drehe mich ein letztes Mal um und kann es sehen. Ein Froschkopf kommt aus dem Meer heraus und schaut uns hinterher. Aufmerksame Leser meiner früheren Aufzeichnungen werden sich an die Wesen unter dem Tempel der Wüste Khom erinnern die uns anscheinend angefallen hatten und Bissspuren hinterließen. Ein eiskalter Schauer lief mir über den Rücken als ich an den Traum mit den Kelchen zurück dachte.

Am Strand angekommen renne ich zum Zornbold und erzähle ihm alles. Als er bemerkt dass die Praioskerze verschwunden ist, wird sein Kopf ganz rot und ich gehe in Deckung bevor er platzt. Er findet einen Teil der Kerze vor der Tür und beruhigt sich wieder etwas.

Da kommt mir etwas in den Sinn. Die Kelche. Ich laufe wieder los um Verian zu finden. Als ich ihn antreffe beschließen wir den Kelch zu verstecken. Der sicherste Ort wird unter dem Altar im Tempel sein. Im Tempel finden wir den Zornbold betend vor und schließen uns ihm an. Nachdem Verian ein Gebet gesprochen hatte fühlen wir uns mit mehr Mut erfüllt als vorher.

Als Zornbold von dem Kelch erfährt wird er kurz Sauer, dass wir das alles vor ihm geheim gehalten haben. Dann zeigt er uns ein geheimversteck im Altar wo allerlei Praiosamulette, Spielzeug von Kleinedo und eine verdammt gute Zeichnung seiner Frau versteckt waren. Er legt den Kelch dazu, der auch bei ihm weiß wird. Der Kelch scheint also nur zwischen Magie und Nicht Magie zu unterscheiden.

Der Tag scheint uns zu schützen und somit ruhen wir uns aus um für den Angriff hellwach zu sein. Dafür erlaubt uns Zornbold Edo’s Zimmer zu nehmen. Doch plötzlich wachen wir durch Getöse und Geklirre auf, welches aus dem Dorf zu kommen scheint.  Das unheimliche schwarze Schiff ist am Strand aufgetaucht und die ersten Piraten treffen auf die Dorfbewohner. Doch dann brandet Jubel auf, denn die unbesiegbare Thalusa erscheint am Horizont. Arbalonenschützen, Bogenschützen und Katapulte sind zu erkennen und Erleichterung macht sich breit. Die Katapulte schießen mit rauchender Munition auf das feindliche Schiff und nach zwei Fehlschüssen trifft die Thalusa mit jedem Schuss auch auf voller Fahrt. Die ersten Fässer und Kugeln schlagen auf dem schwarzen Schiff auf und Feuer flammt auf, schmerz- und angsterfüllte Schreie ertönen. Aus dem Rauch heraus ist ein unheimliches Gebet zu hören und Tentakel dringen hervor und Holz birst. Ein riesiges spinnenförmiges Wesen mit Tentakeln erscheint und läuft über das Wasser auf die Thalusa zu. Diese fängt an auf das Wesen zu schießen und landet Treffer um Treffer doch das Wesen lässt sich nicht aufhalten. Die Thalusa wird vor unseren Augen so einfach Zermalmt wie man eine Mücke mit zwei händen erschlagen kann und die Menschen die ins Wasser fallen werden von dem schwarzen Teer in die untiefen den Meeres gesaugt. Ein Moment der Stille vergeht in der uns der Schrecken und die Angst durch die Glieder fährt. Weitere kleine Boote werden zu Wasser gelassen und am Strand tauchen Piraten in Kettenrüstung aus dem Wasser aus. Sie scheinen unter Wasser zum Strand gelaufen zu sein und leben immer noch. Die Piraten sind uns zahlenmäßig überlegen und wir fangen an das Dorf zu Evakuieren. Praioslob kommt aus dem Tempel in seiner strahlender goldenen Rüstung und schwingt seinen Morgenstern.

Die Schlacht beginnt und während die „Kämpfer“ koordinieren, fällt uns auf dass die Piraten anfangen die Kinder dieses Dorfes zu kidnappen.

Wir kämpfen uns durch das Dorf und kommen zur Klippe wo sich ein schreckliches Bild abzeichnet. Während zwei Piraten einen dritten anscheinend verrückten Thorwaler festhalten. Vor den Drei stehen zwei weitere Piraten die Dexter und Timor im würgegriff vor sich halten. Carlotta und Tandrek stehen ihnen gegenüber und verhandeln.

„Nur einen könnt ihr Retten und wir ziehen von dannen. Niemand muss Sterben also entscheidet euch“

Verian will beide Kinder retten und gibt Edo und mir ein Zeichen den Kidnapper von Dexter nieder zu schießen, während er Timors Peiniger stellt und tötet. Doch unserer Entscheidung ist etwas zu Spät und der Thorwaler stürmt auf mich zu und Prügelt auf mich ein. Verian kann Timors Entführer Stellen muss aber wie ich mehrere Treffer einstecken.

Dann wird mir durch einen schweren Treffer der Orknase des Thorwalers das Licht ausgeblasen. Die Ohnmacht dauert nicht allzu lange an. Ich kann mich zusammenreißen und doch noch einen Schuss auf den Kidnapper vom Dexter abgeben. Edo verfolgt ihn und kann auch mit seinem Bogen Treffer landen. Ich krieche zu Timor der am Boden liegt und nicht mehr atmet. Mit letzter Kraft schaffe ich es ihn zu reanimieren und will ihn zum Tempel tragen. Aus den Augenwinkeln sehe ich wie Verian den Thorwaler niederstreckt. Der verbliebene Gegner fängt an Charypthoroth anzurufen und sein Arm fällt ab, und ein Tentakel erscheint. Als ich meine Augen von dem Anblick lösen kann, werde ich von einem Wurfdolch wieder ins Land der Träume geschickt.

Im Eingang vom Tempel werde ich wieder Wach und fühle mich etwas besser. Edo steht neben mir und wir sehen wie Verian einen erneuten Entführer vom Timor verfolgt. Ich rufe Edo zu Verian zu helfen und versuche Überlebende im Tempel zu helfen. Leider kann ich von den ganzen alten Dorfbewohnern und Frauen nur Hela Gerdenwald retten. Unter den zahlreichen Toten findet sich auch Verians Mutter die leider nicht mehr ins Reich der Lebenden zu holen ist.

Vor dem Tempel schwingt Praioslob stur seinen Morgenstern und mäht Pirat um Pirat nieder trotz zahlreicher Wunden und Blut auf ihm.

Verian stößt zu uns. Er konnte Timor nicht mehr retten. Einer der Piraten hat ihn von der Klippe geworfen und ist dann in den Tod gesprungen.

Wir sehen wie ein Magier in schwarzer Robe mit zwei Piraten in Richtung Dämonenschlucht läuft. Verian will daraufhin schnell die Heiltränke aus Faldors Haus holen da sehe, dass die Häuser um mich herum Brennen und Faldor nicht zu sehen ist. Verian kommt aus dem Haus und hat fünf Tränke im Arm. Nachdem er zwei getrunken hat, bleiben die restlichen drei für mich. Edo kommt hinter dem brennenden Haus hervor und berichtet dass Faldor tot ist. Wir haben keine Zeit zu trauern und verfolgen nun den Magier mit seinem Gefolge. Zum Glück gehen sie nicht zur Schlucht sondern zu Asgolds Haus. Dort stehen sie vor verschlossener Tür und Hämmern dagegen. Verian versteckt sich im Gebüsch. Edo und ich legen an und schießen aus dem Magier. Die Piraten nehmen unsere Verfolgung auf, doch können uns nicht erwischen und gehen wieder zurück. Als wir beide wieder an Asgolds Haus ankommen sehen wir viel Blut und einen sehr schlecht versteckten toten Magier. Verian hat derweil ein großes Buch und eine Liste gefunden in einer Sprache die wir leider nicht lesen können.

Bevor wir ins Dorf zurückkehren, schauen wir in der Schlucht nach dem Rechten. Zum Glück hat noch niemand die Dorfbewohner dort entdeckt. Wir weisen Alrik Fischmeister an, weiter den Eingang der Schlucht zu verteidigen und machen uns wieder an den Rückweg. Aus der Mühle ertönen Geräusche und wir sehen Alrik Gerdenwald auf den Tisch festgenagelt und viele Tote anscheinend stumpf erschlagene Piraten. Alrik bittet uns ihm den Gnadenstoß zu geben doch wir können ihn durch Edos Magie retten. Am Tempel treffen wir auf Zornbold, der auf einem Berg von Leichen sitzt und den rechten Arm verloren hat. Auch die Piratenleichen sind alle Einarmig mit schwarzem Tang an der Stelle, wo der andere Arm hätte sein sollen. Ich verbinde Zornbolds Arm und wir laufen zur Klippe. Von Oben sehen wir 30 Piraten am Strand die um eine Gruppe Kinder stehen. Timor und Verians Schwester sind auch unter Ihnen. Das Schiff ist nicht mehr im Wasser sondern mit dem Teer an Land gekommen. Die Piraten recken die Arme zum Himmel und skandieren:

„Aranex, Aranex, Aranex“

Aus dem Maul des Schiffes kommt ein alter verkrüppelter buckliger Mann mit Glatze und schwarzer Robe. Er hat einen großen Stab bei sich und Trägt viel goldenen Schmuck. Die Piraten verstummen und drei weitere Gestalten kommen aus dem Schiff. Eine weitere Schwarzrobe mit langem schwarzen Haar und Augenklappe über dem linken Auge. Hinter ihm kommen zwei weitere Magier hervor, ein Mann und eine Frau.

Der bucklige hält eine Rede von einer Prophezeiung und dass er alles vorhergesehen hätte. Die Kinder würden noch lernen was schmerzen und leiden sind. Als der Alte wieder im Schiff ist, gibt der Magier mit der Augenklappe den Befehl abzulegen und die Piraten skandieren erneut:

„Korobar, Korobar“

Das Schiff legt ab und zurück bleibt nur eine schwarze Pfütze aus Teer.

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