Thorenhardt

Als Kind des Thorwaler Wildhüters Jesse und seiner norbardischen Frau Ivana, welche als die schönste Frau weithin galt, wuchs ich im Norden Aventuriens auf. Während meiner Kindheit verbrachte ich viel Zeit mit meinem Vater im Wald, dessen Beruf ich später übernehmen wollte – ich wurde oft für meine Geschicklichkeit gelobt und für meine Fähigkeiten, mich lautlos zu bewegen. Ob an den Gerüchten von elfischen Vorfahren in der Familie mütterlicherseits etwas dran ist?

Als ich zu einem kräftigen jungen Mann heran gewachsen war, begann ich dann aber doch bei einem Schmied im Dorf die Lehre. Ich lernte meine spätere Frau Verena kennen und sie brachte mir bald mit Valeska eine wunderschöne Tochter zur Welt. Nach der Heirat bauten wir abseits des Dorfes ein Haus; Ein einfaches, aber erfülltes Leben erwartete uns dort.

Eines Abends machte die Nachricht von fremdartigen Gästen die Runde, in der Taverne traf man sich. Eine bunt gekleidetete Schar dunkelhäutiger Menschen mit schwarzen Haaren, Händler und Gaukler, brachten Kinder und Erwachsene zum staunen. Nicht nur ihre Kleidung und ihr fremder Dialekt, besonders ihre Zaubertricks und -spielchen zogen uns in ihren Bann. Sie verteilten wundersames, süßes Gebäck und ich fühlte mich bald von einer großen Müdigkeit erfasst, die meine Glieder lähmte und die Luft zum atmen nahm.

Der Geruch von Feuer, ich schreckte auf. Ich war im Schankraum und der Schankraum brannte. Auf dem Boden vor mir lagen meine Frau und meine Tochter, tot. Viele andere aus dem Dorf ebenfalls. Die Fremdländer standen um sie herum und schienen etwas zu suchen, sie murmelten Unverständliches. Ein grimmig aussehender Mann in schwarzer Robe trat auf mich zu, fragte etwas, aber ich war zu schwach für eine Antwort. Der Magier fluchte, trat gegen ein brennendes Regal und weitere Flammen begannen aus seinen Händen zu schießen, sie griffen auf alles Umliegende über. Ich verlor erneut das Bewusstsein.

Ein Wunder rettete mich, man konnte meinen für tot geglaubten Leib aus den Trümmern bergen und wie auch immer, ich war am Leben. Am ganzen Leib verbrannt begann für mich nach einer gefühlten Ewigkeit der Genesung, die Reise, meine Familie und die Toten zu rächen.
Ein letztes Mal kehrte ich in mein altes Dorf zurück, suchte in den Trümmern und Ruinen meinen Schmiedehammer und eine alte Axt und schwor vor den Göttern Rache.
Meine Namen legte ich ab, ich wechsele sie hier und da, sie sind nicht wichtig. Fortan sollen mein Hammer und eine für den Kampf umgearbeitete Axt als Name reichen. Ich schloss mich als Söldner denen an, deren Ziele ich gut hieß und deren Marschrichtung auch die meinige war.

Ich verfolge die Spur, Dörfer die unser Schicksal teilten, verschwundene Frauen und Kinder, deutliches Hinweise – Die Spur führte südwärts und ich erfuhr, was es bedeutet, wirklich zu kämpfen, doch die Angst vor dem Tot hatte ich abgelegt, ich würde ihn willkommen heißen, wann immer er mich ereilen sollte.
Als ich im Mittelland umherirrte, die Spur hatte ich wieder einmal verloren, verbreitete sich die Kunde, man habe einen langen gesuchten Schwarzmagier, einen Paktierer gestellt und hingerichtet. Ich erbat, dass man mir die Leiche zeigt.
Es war mein gehasster Erzfeind, er war tot und ich hatte keinen Anteil daran. Was mich mit Frieden erfüllen sollte, füllte mich mit Wut.
Fortan nahm ich wieder die Aufträge an, die ich bekam, jetzt war mir egal wo hin sie führten. Ein Auftrag, mein gefährlichster bis dahin, sollte mich bis nach Fasar und weiter führen.
Nach seinem Abschluss beschloss ich zurück zu kehren in den Norden, mein Lebensende dort zu erwarten – auf der Reise traf ich einen Mann, der mich zu kennen schien. Urdo nannte er sich, ein Agent, irgendwas geheimes – Er gab mir einen Auftrag, den ich nach einigem Zögern annahm.

Die Menschen, die ich dabei kennen lernte, scheinen ein ähnliches Schicksal erfahren zu haben wie er selbst, vielleicht bekomme ich nun also doch noch so etwas wie eine Chance auf Rache …

HELDENBOGEN Thorenhardt aka Walter mit 1210 AP zum einsehen!

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