Der Schrecken der Tobimora!

(verfasst von Kyrillion)

Da wir trotz eindeutiger Selbstverteidigung im Auftrag des größeren Wohls immer noch im Horasreich gesucht werden, brachten Urdo und die KGIA uns außerhalb Gareths in einem Bauernhaus unter. Nach gut zwei Tagen kontaktierte uns Urdo und berichtete uns, dass Korobar in Tobrien gesichtet wurde. Wir sollen ihn finden und aufhalten. Ein Kontaktmann in Ysillia wird auf uns zukommen wenn wir dort angekommen sind. Einen kleinen Obolus für unsere wertvollen Informationen, wohl genährte Pferde und Proviant sollten unsere Reise beschleunigen.

Es ist Frühling 1013 im Pereine als wir in Ysillia ankommen. Nach der legendären Schlacht der 1000 Oger gleicht die Stadt immer noch einer Baustelle. Wir finden dennoch im Hotel Siebenstein eine ordentliche Unterkunft. Die Gerüchte besagen, dass ein „schwarzer Schrecken“ vor ein paar Wochen in Pereinefurt aufgetaucht wäre. Doch die größte Überraschung an dem Tag wartete vor der Stadt auf uns. Wir stießen auf Taons Vater der vor einem Mondlauf wohl in Tobrien angekommen ist. Dieser scheint auch schon sehr fleißig gewesen zu sein, zeigte er uns doch gut 20 Ogerschädel in einem Verschlag. Auch er hat von dem schwarzen Schrecken gehört der wohl sehr sicher Korobar sein soll. Nach dem „herzlichen“ Wiedersehen bekomme ich noch in der Taverne von der Maid eine Schriftrolle samt Zimmerschlüssel ausgehändigt. In der 2. Pereinestunde sollen wir vor dem Hotel warten.

Urdo’s Kontaktmann kommt zu uns und versichert uns, dass wir auf dem richtigen Weg wären. Wir hätten freie Handhabe, da Korobar seiner Kraft beraubt wurde und nun anscheinend keine Gefahr mehr darstellen würde und somit nicht mehr von Interesse für die KGIA wäre. Er wäre in richtung Purpurberg unterwegs. Der Name verheißt nichts Gutes.

Taons Vater bringt uns Richtung Norden und wir kommen gut voran. Er hat ein sehr schnelles Pony, was schon komisch wirkt.

Auf dem Weg machen wir wegen der Namenlosen Tage halt in einem kleinen Dorf und erfahren von einem Händler, dass Goblins überfallen wurden die in einer Höhle in der Nähe vom Purpurberg gehaust hätten.

Die Söldner die den Tross beschützt haben nennen sich die „Formidablen Sechs“ und geben uns einige Tipps: Die Praioskirche hätte angefangen Söldner anzuheuern.

Dann laden sie uns ein die Tage bei Ihnen in einem Bauernhaus zu verbringen was wir auch annehmen. Die Formidablen Sechs bestehen aus Brodar dem Anführer, seiner Freundin Geschmine, den Geschwistern Alrik und Alrine Streizer, einem jungen Späher dessen Name mir entfallen ist und Gerosch einem bärbeißigen Zwerg.

Die Namenlosen Tage verstreichen den Zwölfen zu Dank recht ereignislos und wir können unseren Weg Richtung Purpurberg fortsetzen. Am Horizont sehen wir das der Berg von einer purpurnen Wolke umgeben ist die dem Berg seinen Namen verleiht.

Das Wetter schlägt um und es regnet als würde es kein Morgen geben, also suchen wir Schutz in einer Höhle.

Bei genauerer Untersuchung der Höhle folgen wir einem Geruch nach modrigen Ziegen. Die kleine Höhle mündet in einer größeren, die auch offensichtlich bewohnt war. Wir stellen die Höhle auf den Kopf und finden eine kleine Schatulle. Verian versucht sie zu öffnen und sticht sich dabei und beklagt das seine Hand taub werden würde. Edo attestiert eine kleinere Vergiftung. In der Schatulle befindet sich ein Teil von Corobars Tagebuch. Wir sind also auf dem Richtigen weg.

Der Auszug aus dem Tagebuch#

„Ingerimm 1013

KGIA Agent getroffen

Wurde schwer verwundet, Bannstaub?

Magische Kraft versiegt!

Rahja 1013

Hinweise auf Orakel aus Goblins geprügelt,

Purpur Berg. Blutopfer.

Stimmen aus der Tiefe des Geistes.

Rondra 1014

Orakel gefunden, Dank magischer Sicht.

Werde im kommenden Jahr mein Schicksal finden.

Travia 1014

Der Mogul, gefangen im Stein, er leitet mich.

Ich werde mich meinem Schicksal nicht verschließen.

Er leitet mich in die Arme der Herrin. Die Magie kehrt zurück

Ich werde Herschen, der alte Narr bereitete den Weg,

den ich beschreite

Heil Tijakool“

 

Wir beschließen trotz Regen sofort weiterzureisen und kommen auf dem Berg auf ein Podest. Die Steine hier sind alle porös und es ist irgendwie unheimlich. Die Wand vor uns ist hingegen unnatürlich glatt. Durch den Auszug aus dem Tagebuch versucht Edo etwas mit seiner Gabe und eine Tür öffnet sich.

Im Inneren an einem Brunnen sitzt eine blonde bleiche Gestalt. Er begrüßt uns mit dem „Namenlosen zum Gruße“.

Er deutet und bewacht das Orakel. Für etwas Blut würde er es für uns deuten. Da ist es für Taon und mich Schluss und wir verlassen die Szenerie.

Nach einer Weile kommen Edo und Verian wieder raus nach ihrer durch Blut bezahlten Prophezeiung und erzählen uns von ihr:

 

„Der, den ihr sucht, kann euch nicht helfen.

Doch folgt ihm, denn es ist euer Schicksal.

Der, den ihr findet, wird euch nicht helfen.

Doch vernichtet ihn, denn es ist euer Schicksal.

Der, der kommt sei eures Zieles Herr.

Folgt der Vision der brennenden Wiedergeburt.

Denn der, der Kommt ist euer Schicksal“

 

Das Orakel behauptet zusätzlich es hätte die Stadt des Ochsen auf unserem Weg gesehen. Das könnte Baliho in Weiden sein.

Wir machen uns auf den Weg nach Baliho und in einem Dorf in Weiden sehen wir einen Aventurischen Boten hängen. Das Datum fällt uns auf. Es wäre 1015 aber wir müssten 1014 haben, sind wir doch in 1013 losgezogen und haben keine zwei Jahre gebraucht. Irgendwo haben wir anscheinend einen Sprung in der Zeit gemacht, nur wie und wann?

Um nicht als verrückt aufzufallen beschließen wir dies erst später zu untersuchen und reisen weiter. In Baliho angekommen kommt ein Beilunker Reiter auf uns zu und informiert Verian, dass Urdo schon hier durchgekommen ist und wir ihn knapp verpasst haben.

Als wir einigen Gerüchten nachgingen erfuhren wir, dass eine „fette Alte“ im Bordell Nordstern zusammengebrochen wäre und wirres Zeug gebrabbelt hätte.

Bei der Alten handelt es sich um eine Traviageweihte, ihre Novizin sagt uns dass sie mit Urdo und den Formidablen Sechs in Richtung Dragenfels aufgebrochen ist. Dort wäre eine TSAgeweihte auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden.

Wir verlieren keine Zeit und versuchen die Gruppe einzuholen. In Anderath angekommen sehen wir, dass vor kurzem ein Orküberfall stattgefunden hatte. Der Praiostempel wurde vollständig zerstört.

Weiter auf unserem Weg kommen wir an einem Wehrhaus vorbei in dem ein Treffen zwischen Ranghohen Magiern stattfindet.

In Braunsfurt angekommen sehen wir im Stall das Pferd einer Rondrageweithen. Ich spreche sie an und wir setzen und zu ihr. Sie scheint verletzt zu sein. Ein recht realer Alptraum wäre daran schuld und sie hätte sich im Schlaf selber verletzt. Die Traviageweihte ist hier durchgekommen und hat sich um sie gekümmert. Wir sind also auf dem richtigen Weg. Die nächsten Dörfer passieren wir ohne Zwischenfall. Nur ein paar Viehdiebe hängen zur Abschreckung an einer Eiche. In Brauenklamm treffen wir auf einen Zwerg der hier der Müller ist. Sein Mühlrad hängt fest. Ich tauche nach unten um es wieder zu reparieren. Eine Leiche ist unter dem Rad eingeklemmt und greift mich an. Voller Panik versuche ich wieder aufzutauchen und kann es gerade noch vor dem Ertrinken schaffen. An Land fischen wir auch die nun tote Leiche aus dem Fluss und sehen, dass es Brodar ist; der Anführer der Formidablen Sechs. Dies spornt uns an schneller zu reisen, da der Rest bestimmt auch in Gefahr sein wird. Leider wird unsere Verfolgung immer wieder unterbrochen. Eine arme Gestalt der Baron sein will fordert Wegzoll von uns. Verian schaut ihn nur Böse an und er lässt uns weiter. Wir rasten im freien und ich fühle, dass wir nicht allein sind. Ich habe einen schlimmen Alptraum den ich so nicht wiedergeben will. Irgendwer verfolgt mich nicht nur auf unserer Reise sondern auch in meinem Träumen. Die anderen Verhalten sich auch komisch ich muss sie im Auge behalten. Edo hätte Wache halten sollen, hat er aber nicht.

Wir erreichen Salfhal eine kleine Grafenstadt mit einer kleinen Burg. Wir übernahten im Silberdrachen. Endlich ein Einzelzimmer. Dort müsste ich wenigstens diese Nacht vor meinen Verfolgern sicher sein. Ich schiebe den Schreibtisch vor die Tür und kann endlich friedlich Schlafen.

Ich kämpfe und meine Gegner fallen wie die Fliegen, aber es sind so viele. Träume ich oder tobt die Schlacht real um mich herum. Ich mähe mich durch die Reihen da werde ich getroffen und brülle vor Schmerz. Da scheine ich langsam Wach zu werden.

Ich komme wieder zu mir. Verian steht mit seinen Waffen vor mir. Ich wusste es doch. Edo ist auch im Zimmer er steht am Fenster. Ich werde noch vorsichtiger sein müssen. Doch draußen liegt eine reglose Gestalt der wir helfen müssen, also tue ich so als würde alles wieder OK sein. Die Frau ist Tod. Sie scheint sich selber das Herz herausgerissen zu haben. Sie ist auch nicht die einzige die sich selber etwas angetan hat. Wir müssen schnell weiter. Wir machen erst in Runhag wieder Rast und Edo faselt etwas von anderen Druiden die er finden will. Der plant doch etwas und braucht nur Zeit Komplizen zu finden. Er kommt später alleine wieder. Ich hoffe ich überlebe diese Reise noch.

Weiter geht es, da wir keine Zeit zu haben scheinen und Glück auch nicht. Eine Brücke die wir überqueren müssen ist eingestürzt und dies zwingt uns unsere Pferde zurückzulassen. Auf der anderen Seite müssen wir nun zu Fuß weiter. Ich werde Wiesenträumer vermissen. Ein treues Pferd und vielleicht mein einziger Freund hier.

Ich verspüre eine komische Leere in mir. Da sehen wir eine Gestallt auf uns zukommen. Es ist Urdo der blutend zusammenbricht. Ein modriger Gestank verbreitet sich und ein schwarzer Hengst mit einem schwarzen Reiter erscheint auf einem Hügel und eine Stimme ertönt:

„ÜBERGEBT MIR DEN GEFANGENEN UND VERLASST DIESES LAND!“

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