Der Metzenschnitter von Baliho

(verfasst von Kyrillion)

Kaum haben wir die untote Hexe in Espen im Sumpf versinken lassen, da erreicht Verian und mich eine Brief vom Bären, Waldemar von Weiden persönlich, welcher in meinen beigelegten Notizen einzusehen ist.

Das Anliegen des Herzogs lehnt man nicht so einfach ab, also entscheiden Verian und ich den nächsten Halt in Trallop zu machen. Da ich Verians Pferd nicht zu sehr zusetzten will entscheide ich mich für eine Kutsche und trete den kurzen Trip alleine an. Als ich ankomme fragt so ein Banause nach meinem Begehr. Von dem Barden Finsterwalde hat er noch nichts gehört. Noch!

Ich scheine auch der Letzte zu sein, der erwartet wird. Neben Verian sind auch Taon und Edo anwesend. Auch Marike die uns in Espen zur Seite stand sitzt mit am Tisch. Eine Ehre, welche sie sich redlich verdient hat. Dann war dort noch eine Frau mit fuchsroten Haaren. Aber sie scheint sehr Sympathisch zu sein, hat sie mich doch anscheinend erkannt. Wir fangen an zu plauschen und Verian ist erschreckend ruhig. Ich berichte von unserem Abenteuer in Espen und erzähle Taon vom Treffen mit seiner Mutter. Wir alle scheinen nicht unbedingt viel Glück zu haben. Taon auf der Suche nach ihr und wir sind diejenigen die sie treffen. Als Taon nach Verians Auge fragt muss ich lächeln, bin ich den anderen doch einen Schritt voraus. Edo erzählt uns das er verendete Tiere gefunden hat, die wohl nicht natürlich gestorben seien. Was geht nur in Weiden vor an diesen Tagen. Die Neue in der Runde stellt sich als Alessa vor und fragt auch nach einer kurzen Weile den Herzog, was es denn so Wichtiges gäbe. Dieser erzählt uns, dass überall in Weiden Leute verschwinden ohne Spuren zu hinterlassen. Er erwähnt: Gwynna die Hex würde Vorhersagen treffen, aber sie würde UNS finden und nicht wir SIE. Dieses Treffen kann ruhig noch etwas warten. Von Hexen und deren Absichten habe ich erstmal genug. Herzog Waldemar wünscht, dass wir uns darum kümmern und das Verschwinden aufklären. Dragenfels, Espen und jetzt ganz Weiden. Dennoch willigen wir ein der Sache auf den Grund zu gehen, auch weil die 50 Dukaten und ein Griff in die Weidener Waffenkammer sehr verlockend sind. Es gibt mit dem Neunaugensee und dem Blautann zwar zwei Unheimliche Orte aber unser Anfang wird wohl Baliho sein. Auch wenn der Blautann interessant wirkt, soll er doch alle diejenigen, welche ihn als Freund betreten, verschonen.

Der Bär verabschiedet sich mit einem Bärentod auf den Auftrag. Sogar Taon trinkt einen mit. Es ist interessant zu sehen wir der Alkohol auf Taon wirkt. Er fängt an und plaudert aus dem Nähkästchen. Dabei erzählt er auch von Dragenfels und dem Tod von Verians Schwester. Nun wird auch Verian gesprächig und erzählt Alessa und Marike von dem Untoten Druiden und seinem unheimlichen dämonischen Schüler. Er ist auf Edo wohl nicht sonderlich gut zu sprechen. Aber wer kann es Ihm verübeln nach allem was passiert ist. Da fällt Edo ein, das er Rakorium wieder getroffen hat, dieser ihn aber nicht erkannt hat. Auf meine Frage nach Dexter muss Edo – leicht Rot um die Wangen – gestehen nicht nach ihm gefragt zu haben. Der Abend wird noch lang, wenn auch die anderen Jungs nicht so das Durchhaltevermögen haben und der Bärentod hält was er verspricht. Dies merke ich zumindest am nächsten Morgen. Wahrscheinlich war aber nur der letzte Klare verdorben, wie immer eben.

Am nächsten Morgen gibt es ein weiteres wiedersehen, denn Boril ist unser Kutscher und soll uns nach Baliho bringen. In Anderath machen wir einen kleinen Zwischenstopp um Edos Vater zu besuchen. Dieser ist erfreut uns zu sehen, nur bei Edo ist er etwas kühler. Der Praiostempel schaut schon wieder ganz gut aus, wenn man bedenkt, dass er komplett verwüstet wurde. Angeblich sollen es Orks gewesen sein. Komisch nur, dass kein anderes Haus betroffen ist. Wir wollen uns nebenbei ein wenig umhören, ob es vielleicht eine andere Gruppe auf die Praioten oder deren Reliquien abgesehen hat. Die wären aber auch beliebter wenn sie nicht so verkniffen und verklemmt wären.

In unserer Sache gibt es gleich zwei Ereignisse, die wir uns anschauen könnten. Der alte Zornbold erzählt uns von einer Reisegruppe, deren Beschützer in Brauenklamm verschwunden wären und in Baliho seien rahjagefällige Damen verschwunden.

Mich zieht es mehr nach Baliho, gibt es da immerhin einen wichtigeren Tempel der Herrin der Morgenröte, welcher ich von nun an dienen will. Zum Glück ist die gesamte Gruppe dafür, da auch der Weg einfacher zu bewältigen ist. Auch dünkt mir, dass es sich bei den Leibwächtern in Brauenklamm um die ehemals Formidablen 6 handeln könnte. Haben wir doch dort den Zwerg unter dem Mühlrad im Fluss gefunden. Dieser hatte uns attackiert obwohl er eigentlich tot hätte sein müssen.

Wir verabschieden uns von Edos Vater und kommen auch schon bald in Baliho an. Dort trennen wir uns. Verian, Edo und Alessa suchen die Stadtgarnison auf, Taon, Marike und ich werden dem Rahjatempel einen Besuch abstatten. Taon fällt die Kinnlade runter als ich mich im Tempel als Schüler der Leidenschaft zu erkennen gebe. Aber mich hat auch sonst niemand gefragt, was ich in der Zwischenzeit so erledigt habe. Auffällig ist, dass die Geweihte einen Dolch im Stiefel bei sich trägt. Eine gewisse Furcht scheint hier umzugehen. Sie bestätigt das Verschwinden der leichten Damen, die aber mit dem Tempel nichts zu schaffen hatten. Zwei Namen kann sie uns allerdings mitteilen. Zum einen Maline eine Begleitdame aus dem Nordstern und Tsarja eine Leibeigene, die von ihrem Herrn geflohen in Baliho ankam und nun verschwunden ist. Ich verspreche noch am Abend wiederzukommen und wir verabschieden uns.

Mit den Anderen vereint teilen wir unsere Erkenntnisse. Die leichten Damen scheinen alle Tod zu sein. Zumindest alle bis auf Tsarja wurden Tod gefunden, aber wer kümmert sich in der heutigen Zeit auch um eine entflohene Leibeigene. Der Zustand der Leichen scheint sehr übel zu sein, fehlen doch Teile oder Organe. Erschreckend ist allerdings, dass in die Bäuche der Leichen eine Gans eingeritzt wurde, sowie auf Malines Wange das Wort Rache. Welch kranker, verdorbener Geist geht in dieser Stadt wohl um. Auf der Straße nennt man ihn schon den „Metzenschnitter“.

Da wir nur etwas über Maline wissen ist unser nächster Halt der Nordstern. Verian bekommt gleich leuchtende Augen, wird in dem Etablissement auf phexensweise gespielt. Am Nordstern angekommen gehen Verian und Alessa zu den Spieltischen, Marike und ich nehmen mit der Theke vorlieb. Der Kerl hinter der Theke ist aber nicht so gesprächig, wie ich es gerne hätte. Marike versucht es auch mit guten Argumenten, doch die Empfänglichkeit ist nicht die Beste und so entschließt Marike mit einem Bier vor der Spielhalle zu warten. Ich lasse allerdings nicht locker und erfahre, dass der Vogt selbst ein Kunde von Maline gewesen sein soll. Als wir gehen vollen verschwindet Verian im Hinterzimmer. Wir suchen nun den Ort des Mordes an Maline auf. Die grausame Tat ist in einem Warenhaus des Pelzhändlers Elbaran passiert. Alessa scheint einen Schlüssel zu besitzen, da sie uns ohne Probleme die Tür öffnen kann. Die Blutlache in dem Warenhaus beweist, dass hier auch der Mord passiert ist. Noch dazu wurden die Kisten mit den Pelzen zerschlagen, aber es scheinen nicht viele zu fehlen. Taon liest aus den Spuren, dass der Täter beschlagene Stiefel getragen haben muss und die Tür wurde erst nach der Tat eingetreten. Der inszenierte Einbruch und die noch vorhandenen Pelze lassen Elbaran verdächtig erscheinen. Morgen sollten wir ihn mal aufsuchen.

Bevor es zu spät wird statten wir dem Traviatempel noch einen Besuch ab. Die Geweihte freut sich uns zu sehen und wir plauschen ein wenig. Als wir auf den Metzenschnitter zu sprechen kommen, zeigt sie sich geschockt auch über die Tatsache, dass eine Gans eingeritzt wurde. Über den Vogt weiß sie nur Gutes zu berichten, spendet er doch auch immer großzügig. Über die Geschichte in Anderath meint sie gehört zu haben, dass ein 20-Ork-starker Trupp über den Tempel hergefallen sei. Leider sind die Informationen nicht so ergiebig, wie wir es uns erhofft haben.

Die anderen beschließen nun in ein Gasthaus einzukehren und ich werde mein Versprechen einlösen und die Nacht im Tempel verbringen. Die Zeit dort wird mich ein wenig ablenken von dem Grauen, welchen ich seit dem Überfall auf Firunsbrück ausgesetzt bin. Es ist ein schönes sinnliches Fest voller Gesang und Musik. Den Rest kann sich der Leser wohl denken.

(verfasst von Verian Savertin aus dem schönen Firunsbrück)

Nachdem sich Kyrillion, dieser Faulpelz sich aufgemacht hat um im Rahjatempel den Göttern zu frönen legen wir Verbliebenen uns in der Nähe der Amüsiermeile Balihos auf die Lauer. Aufgrund Alyssas hervorragender Menschen- und Gassenkenntnis zeigen sich schon bald zwei zwielichtige Halunken bei den leichten Damen. Einer von Ihnen hinkt merkwürdig. Er sucht sich eine Dirne aus und macht sich mit ihr auf zu seiner Hütte in der Nähe des Flusses. Aus einer Laune heraus entscheiden wir uns ihm zu folgen. An seinem Haus angekommen schleichen Alyssa, Taon und ich uns behände heran um nachzuvollziehen was in dem Haus wohl vor sich geht. Ein paar Komplimente und einige Augenblicke später hören wir einen stumpfen Schlag und ein leises Scharben auf dem Dielenboden des Hauses. Alyssa und ich hechten durch das verhangene Fenster, Elbaran entdeckt uns und versucht zu fliehen, während Taon versucht das Haus zu umlaufen um ihm auf der Rückseite den Weg abzuschneiden. Auch Alyssa hechtet hinterher. Ich nutze die Gunst der Stunde um mich kurz im Haus umzusehen und erkenne merkwürdige Dinge. Ich befreie mein Auge von seiner Augenklappe und spreche zu ihm, so langsam bekomm ich den Dreh raus. Starke Schmerzen durchzucken meinen Kopf, danach sehe ich so klar wie schon lange nicht mehr, ein unbändiger Drang erfasst mich, ich gebe ihm nach, ich befinde mich auf einer gleißenden Linie, einem Band voller Kraft, eine Macht , sie zieht mich an dem Band entlang, nein… mein Auge zieht mich an dem Band entlang. Als ich wieder zu mir komme stehe ich an den Ufern des Flusses, mein Blick ist wieder betrübt. Ein Schritt weiter und ich wäre elendig ersoffen… Doch will das Auge mit mir hin?

Währenddessen hat Taon den Metzenschnitter stellen und überwältigen können. Im Haus finden wir Folterwerkzeuge, Eimer voller Finger und entstellte Leichen, die Dirne wurde wohl vergiftet, ist aber dank Edos Hilfe wohl auf.

Wir brauchen Informationen, entweder von der Dirne oder vom Metzenschnitter… und ich glaube ich bin genau der Richtige für eine solche Art von Arbeit

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