Schüler der Leidenschaft

Nachtrag: Die folgenden Ereignisse bespielen den Zeitraum zwischen:

Das Ende des Alptraums

und

Die Hexe und der Holzschnitzer

(verfasst von Kyrillion)

Ich mache mich auf den Weg nach Gareth. Die Entscheidung ist einfach, da Belhanka leider erstmal schwer für mich zu erreichen ist. Tiefhusen kenne ich nicht, da ist Gareth die logische Wahl. Ich fühle auch, dass ich dort meiner Bestimmung einen Schritt näher kommen werde.

Es ist schon eine ungewohnte Situation ohne die Anderen zu reisen. Ein Barde ohne Mitstreiter, die er besingen kann ist zwar nicht optimal, aber nach dem temporalen Alptraum in Dragenfels brauche auch ich etwas Zeit für mich.

Der Fluch der letzten Tage fällt so langsam von mir ab und schon in Baliho kann ich wieder einigermaßen fröhlich die Leute in der Taverne mit meinem Flötenspiel erheitern. Meine Selbstsicherheit kommt Stück für Stück zu mir zurück. Zum Glück haben wir alles für die Nachwelt festgehalten, sodass Andere die Lehren aus unserem Erlebten ziehen können und die Geschichte erzählt werden kann und nicht Stumm bleibt. Obwohl ein stummer Barde eine gewisse Tragik erreichen könnte.

Ich hoffe auch, dass ich bald wieder von Verian und den anderen berichten kann. Wie mächtig wird Edo, kann Taon aus den Schatten seines Vaters treten und wie ergeht es Verians Mündel? Welche Rolle wird dieses kleine unschuldige Mädchen noch in Aventurien spielen? Aber zuerst einmal muss ich zu meiner Geschichte zurückfinden. Am Ende meiner Abenteuer in einem Atemzug mit Elu Silbersang oder Gilmor von Lautenherz genannt zu werden wäre ein Traum den ich gerne träumen werde.

Ich bin in Menzheim angekommen. In dieser Baronie kann ich vielleicht noch ein paar Bewunderer für mich gewinnen. Gerade hier in Weiden merke ich, dass meine Kunst sehr geschätzt wird. In der Taverne habe ich meinen Blick schweifen lassen und eine Person in meinem Publikum erspäht die Interessant wirkt. Es stellt sich heraus, dass es sich um die Baroness Ullgrein von Mersingen-Eberstamm handelt, die mir doch sehr zugetan zu sein scheint. Der Kritiker würde von einer weiteren Trophäe sprechen, dies wird Ihr aber nicht gerecht. Ich nenne es ein weiteres Abenteuer und die Knüpfung von Kontakten die wichtiger nicht sein können, wie die Vergangenheit im Horasreich gezeigt hat.

Von ihr erfahre ich, dass ihr Vater Jarl Straubold von Mersingen-Eberstamm am morgigen Tage sein Amt niederlegt um der Göttin Rondra zu folgen. Dies macht die Gute Ullgrein zur Herrscherin und ich hoffe ich bleibe ihr im Gedächtnis und nicht nur in ihrem Schlafzimmer.

In der Taverne sagt man mir, dass der Baron mit dem Reichserzmarschall, dem Grafen von Werheim, Helme Haffax, vor ein paar Monaten eine große Schlacht gegen wiedererstarkende Orks geschlagen haben. Große Namen schlagen also große Schlachten in diesen Zeiten. Es scheint sich etwas noch größeres anzubahnen. Die Entscheidung von Baron Jarl kann ich aber gut nachvollziehen, vor allem wenn es einen Zusammenhang mit dieser Schlacht haben sollte.

Der weitere Weg nach Gareth braucht hier nicht viel Erwähnung zu finden. Die Kunde, dass mein Spiel die kleinen Dörfer erfreut und die Mägde an meinen Lippen hängen und selbige auch berühren wollen, führt zu einer Abstumpfung einer großen Gabe die mir in die Wiege gelegt wurde.

In Gareth ist es ruhig geworden. Nicht mal die Namenlosen Tage scheinen hier für große Aufregung zu sorgen. Ich nutze die Zeit bis zu den verfluchten Tagen um durch die gehobenen Gaststätten zu tingeln. Die Bewohner sollen wissen wer in ihre Stadt gekommen ist. Auch sind solche Auftritte sehr nützlich an Informationen zu kommen. Der Verräter Answin von Rabenmund scheint sich im Sveltal aufzuhalten. Innerhalb der Praioskirche scheint es zu brodeln. Der Bote des Lichts, Jariel Praiotin XII. agiert gegen den von Prinz Brin verhängten Reichsfrieden. Er will mit einer beachtlichen Armee Hilberian Praiofold III. in Elvenia stellen um die Praioskirche wieder zu vereinen. Hilberian hatte sich zuvor selbst als Bote des Lichts ausgerufen.

Hier kann ich auch meine Ausrüstung verbessern und zusammen mit einem anderen Instrumentenbauer eine Laute entwerfen, die nicht jeder hat. Aus dunklem „finsteren“ Holz mit hellen Elementen und Verzierungen (zum Beispiel einer Stute als Hauptbild auf der Front). Auch eine Nachricht an die Anderen verschicke ich noch mit den Beilunker Reitern. Sie sollen wissen wo sie mich finden können.

Ich habe entschieden, dass ich die Namenlosen Tage im Tempel der Göttin Rahja verbringen werde. Die Stimmung ist allerdings nicht wie ich sie mir vorgestellt habe. Der Grund ist traurig, denn die Geliebte der Göttin, Yasinthe von Tuzak ist nach ihrem Rücktritt verschwunden.

Ich erwerbe eine Aventurischen Boten, da mir ein Artikel ins Auge gefallen ist. Er handelt von der Verwüstung in und um Sichelwacht. Ich bete für die erwähnten Opfer und die Überlebenden des Unglücks und begreife so langsam das Ausmaß der Tragödie des Erlebten.

Was ist bloß los in Aventurien? Verräter laufen frei herum, Orks fangen an beim zivilisieren Volk zu marodieren und selbst innerhalb der Kirchen passieren schlimme Dinge in Zeiten wo böse Mächte jedes Solpern ausnutzen um ihre Pläne zu erreichen.

Ich kann dennoch für Heiterkeit sorgen und mein Anliegen in den Dienst der Göttin zu treten wird von allen begrüßt. Mit einem großen ekstatischen Fest wird meine Entscheidung gefeiert und ich kann endlich loslassen von den schrecklichen Ereignissen. Hier kann mich kein Xeraan oder Korobar heimsuchen, wenn ich bei Gleichgesinnten seelische Erholung finde und meine Leidenschaft wieder entfache. Die verlorenen Jahre meines Körpers erscheinen gar nicht mehr so schlimm und ich nehme dieses Schicksal an. Es fühlt sich an als wäre ich für eine Weile nach Hause gekommen doch mich beschleicht das Gefühl das Ihr bald wieder mehr hören werdet von mir:

Kyrillion Rahjadan Finsterwalde Schüler der Leidenschaft.

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