Pardonas Griff

(verfasst von Kyrillion)

Wir unterhalten uns noch mit Gwynna Schlangenzunge, die uns vor einem Kampf mit der anderen Hexe bewahrt hat. Sie sieht aus wie 25, obwohl sie doch schon deutlich älter sein solle. Ob sie wohl eine der angeblich aus einem Ei geschlüpften Hexen ist? Sie und die andere Hexen schauen sich auch in Luzelins Höhle um und finden eine Art Testament. In diesem steht, dass Luzelin von einem Unbekannten mit dunkler Robe getötet wurde und damit schon tot war, als wir zu ihr gekommen sind. Darauf meint Gwynna verheißungsvoll: Ein Blinder würde durch die Lande ziehen und Unheil bringen. Außerdem sollen wir das Geheimnis der Hexenbänder lösen. Es scheint als ob dies die Bänder wären von denen Verian und Edo immer reden. Auf die Frage nach dem Drachen meint sie nur, dass im Süden diverse Stürme wüten sollen, in denen sich ein Eisdrache verstecken könne, gesehen habe sie aber noch keinen. Auch eine Vereinigung von Erde und Schlange erwähnt sie. Es scheint, dass Hexen einem mehr Geheimnisse bescheren, als aufzuklären. 
Nachdem Edo noch das Gift des Metzenschnitters untersucht hatte, brechen wir auf zum Weidener Land. Dort sollen ja auch Menschen verschwunden sein. Wir gelangen zurück zu Boril, der uns weiter nach Norden bringt. Wir erreichen den Wolfsforst am Abend. Um Wolfsforst ist ein Graben gezogen und die Häuser stehen hier dicht an dicht. Es sieht etwas wie eine Wagenburg aus. Wir erreichen eine Taverne die keinen Namen trägt. Hoffentlich kein schlimmes Omen. In der Taverne erfahren wir, dass die Acheburg ein Ort weiter verflucht sein soll. Auch hier wird über die verschwundenen Leute geredet. Aber die Stimmung ist soweit gut, freuen sich die Einwohner doch, dass die Rondrakirche etwas gegen die Orks unternimmt. Ich spiele noch für die Leute in der Taverne, um den Abend etwas Schönes zu verleihen.

In der Nacht fange ich an zu träumen: 

Ich bin wieder da, wo diese Queste ihren Anfang hatte, in Trallop kurz vor dem Saal des Bären. Ich öffne die Tür und erblicke aber keine Menschen. Am Kopf des Tisches sitzt ein Bär. Um den Tisch sitzen weiter eine Schlange, ein Hund, ein Wolf und eine Ratte. Bevor ich etwas machen kann stolpere ich aber lange auf meinen Füßen (Pfoten?). Daraufhin erwache ich.
Ich behalte diesen Traum erst einmal für mich. Träume waren in letzter Zeit eher schlecht und ich will die Anderen nicht beunruhigen. Aber wir brechen auch sofort auf, da würde das nur unseren Reiseplan stören. Wir erreichen Scholzen, ein ärmliches Kaff. Die Häuser sind aus schwarzen Steinen gefertigt und wenn ich zu der Burgruine hinaufschaue weiß ich auch, woher die Steine kamen. Während die Anderen schon mal in die Taverne gehen, mache ich mich auf den hiesigen Boronschrein zu besuchen. Der Traum letzte Nacht ist nicht ganz spurlos an mir vorbeigegangen, auch wenn es kein schlimmer Traum war. Ich spreche mein Gebet und hoffe, dass der Bruder meiner Herrin mich erhört und mir klarere Träume schenkt.
Nach dem Gebet betrete ich die Schenke und grüße den Wirt freundlich. Doch nachdem Verian mich ruft und der Wirt mich als Gefährten ausmacht, wird er schlagartig unterkühlt und berechnet einen ziemlich erhöhten Preis für eine Suppe und ein Bier. Keine 10 Minuten sind wir in diesem Ort und schon scheinen wir unerwünscht. Ich habe mich gerade hingesetzt, da macht sich Taon auf um den Firunsschrein von Scholzen zu besuchen.

Edo versucht sein Glück ein paar der örtlichen Gerüchte herauszufinden. Dass es ihm gelingt ist nicht auf seine „grandiose“ Redekunst zurückzuführen, sondern dem Edelstein den er dem Wirt überlässt. Nachdem der Wirt nun für ein Jahr ausgesorgt hat, sprudelt es aus ihm heraus. Wir sollen uns vom Weidener Land fernhalten, dort währen schon einige Leute verschwunden. Auch die Acheburg sollen wir meiden. Diese soll verflucht sein und egal wann jemand sich aufmacht die Burg zu erreichen, er soll immer im Dunkeln ankommen. Was wie ich denke im Winter auch ziemlich einfach ist. Interessant ist das der Firungeweihte verschwunden sein soll. Nach anfänglichem Zögern und Taons Einfall den Ring des Bären vorzuzeigen gibt der Wirt zu die Habe des Geweihten verkauft zu haben. Taon und Edo durchsuchen noch das Zimmer des Geweihten und Taon findet ein paar Spuren eines Stockes der wohl zum Tasten verwendet wurde. Der Blinde, der Unheil bringt. Er scheint wohl den Firunsgeweihten besucht zu haben.

Taon ist noch ganz aufgewühlt von dem Firunsschrein und will unbedingt jetzt schon in den Wald jagen gehen. Ich kann es nicht oft genug betonen für die Abenteurer unter Euch, die gerade in ihr erstes Abenteuer stolpern. Trennt euch nie von der Gruppe, das bringt Unglück. Diesem Grundsatz folgen wir und begleiten Taon. Damit können wir auch gleich den Wald untersuchen und die Gerüchte darüber überprüfen. 

Taon führt uns immer tiefer in den Wald und gerade, als wir denken in einer Sackgasse zu stecken hält Taon inne. Er hat eine Person ausgemacht die in einem Baum sitzt. Er schleicht sich heran und ruft uns zu, dass die arme Seele tot sei. Aufgespießt auf einem Ast in dieser Kälte ist ein grausames Ende. Ich schaue mir die Leiche genauer an und entdecke eine Dolchwunde seitlich im Hals. Ein Meuchler scheint in diesem Wald umzugehen. Ein paar Meter weiter bleibt Taon wieder stehen und deutet auf den Schnee vor sich. Marike stochert mit ihrer Hellebarde an dieser Stelle und legt eine Fallgrube frei. Hier haben wir eine zweite Leiche und Taon, der in die Grube geklettert ist, stellt noch Gift an den Speeren fest. Welch frevelhaftes Wesen treibt hier sein Unwesen.

Kaum ist der Gedanke ausgesprochen, schreit Verian auf und ein Pfeil ragt aus seinem Rücken. Ein auf diesem Untergrund viel zu schneller Gegner setzt uns mit seinem Bogen unter Druck. Ich kann ihn zwar nicht sehen Rufe aber, dass wir nicht die Firunsschänder sind und als Freunde gekommen wären. 

„Wer hart genug für Firun ist, entscheide ich!“

Die kratzige Stimme verklingt und ein weiterer Pfeil surrt durch den Wald und trifft Taon in der Seite. Dennoch wissen wir nun wenigstens, wo sich unser Feind aufhält. Walter, Taon und Marike stürmen soweit es der Schnee zulässt auf ihn zu. Verian, Edo und Ich halten uns noch etwas zurück. 

Doch plötzlich verändert sich Verian, packt sein Rapier und geht auf Edo los. Die ungesunde rote Gesichtsfarbe lässt darauf schließen, dass er nicht der Herr seiner Sinne ist. Ich versuche Verian mit Worten zu beruhigen aber er attackiert Edo weiter.

Auch Taon scheint es erwischt zu haben, sehe ich aus meinen Augenwinkeln noch wie er mit seinem Schwert einen Schlag gegen Walter führt der scheinbar schwer getroffen zu Boden geht. Einen Freund oder Gegner weniger weckt nun die unheimliche Gestalt mit dem Kurzbogen Taons Aufmerksamkeit.

Nachdem Verian einige Treffer gelandet hat, hält er plötzlich inne und scheint sich zu besinnen. Da ich Edo nun außer Gefahr wähne will ich auch auf den Bogenschützen stürmen. Doch dieser scheint gerade von Marike und Walter erschlagen worden zu sein. Da der Gegner nun besiegt ist, lässt sich Verian fallen. Ich stoppe auch und versorge seine Pfeilwunde. Walter hackt weiter auf die Hände des Unbekannten ein, welche sich anscheinend noch bewegen. Nachdem nun alle Wunden versorgt sind untersucht Marike den Leichnam und die Gegenstände, die er dabei hat sagen uns, dass es sich um den Firunsgeweihten handelt. Auch er scheint eine Leiche mit Willen zu sein. Weder richtig tot, noch wirklich am Leben. 

Wir verbrennen die Leichen hier im Wald, auch wenn dies nicht üblich ist, ist der Boden doch so fest gefroren, dass wir keine Gräber ausheben können. Bestatten müssen wir die zwei Holzfäller und den Geweihten dennoch, möchte ich nicht, dass die Leichen wieder anfangen umherzulaufen. Das Feuer umschlingt gerade die Leiber, da hört Taon ein „Tok Tok“ welches sich entfernt. Er findet auch Spuren die auf einen Blinden schließen lassen, doch enden sie abrupt auf einer Lichtung. Insgeheim hoffe ich, dass wir diesen Blinden nicht noch einmal über den Weg laufen werden. Wer ist dieser Blinde der die Macht hat zu verschwinden und die Toten zu kontrollieren? 

Wir machen uns auf den Rückweg und es ist schon sehr spät als wir die Taverne erreichen. Wir belagern den Schlafsaal und wieder ereilt mich ein Traum:

Ein wunderschönes Einhorn welches 6 Klingen führt erscheint. Es warten auf ein siebtes Schwert welches vom Himmel herunter kommt und sich mit den Sechsen vereinigt. Ein paar der Knäufe kann ich noch erkennen, einen Wolf und zwei Löwen als Parierstange, aber besonders fällt mir ein Knauf in Form einer Rose auf. Und dieses wunderschöne Einhorn… 
Auch die Anderen scheinen diesen Traum gehabt zu haben, mit einem Unterschied: sie haben Rohal gesehen und kein Einhorn. Ich glaube es war die richtige Entscheidung meinen ersten Traum für mich zu behalten.
Als nächstes wollen wir uns auf die Acheburg konzentrieren. Edo wettet noch mit dem Wirt, dass wir eine Suppe und ein Bier umsonst bekommen, wenn wir wieder von der Burg zurückkommen. 

Der Weg ist nicht schwer zu bewältigen und selbst eine Geisterscheuche jagt uns keinen großen Schrecken ein. Wir erreichen die Platform der Burg und sehen rechts einen Boronsacker und links die Festung. Da das Tor der Burg verschlossen ist, erkunden wir zuerst den Boronsacker. Überall sind Sonnen zu sehen und keine Boronsräder. Wir schließen darauf, dass der Acker in der Dunklen Zeit der Priesterkaiser angelegt wurde. Verian kann das Wappen auf der Krypta Walmir von Riebeshoff zuordnen, wer auch immer dies war. Er scheint auch wieder sein Auge zu verwenden, geht er doch zielsicher auf die Krypta zu und sagt uns, dass der rote Faden hier hinein führt. Das Tor der Krypta wurde aufgesprengt und Marike findet im Schnee Überreste von Orks. Hier ist vor kurzer Zeit etwas passiert und wenn es stark genug war ein versiegeltes Eisentor zu öffnen und zehn Orkleichen zu hinterlassen. Ich bin froh zu spät gekommen zu sein. In der Krypta finden wir einen geöffneten Sarkophag vor, der Kratzspuren im Inneren aufweist. Zerstörte Steinketten liegen am Boden. Hier wurde etwas Lebendes, oder Verlassenes befreit. 

Taon merkt an, dass der Schneesturm aufkommen wird wenn wir uns nicht beeilen. Nach einer kurzen Diskussion, deren Ausgang mir nicht so gefällt, entscheiden wir uns den Sturm in der Festung vorbeiziehen zu lassen. Doch nachdem wir auf der anderen Seite der Festungsmauer sind, wird unsere Hoffnung zunichte gemacht. Kein Gebäude ist noch intakt und selbst der Turm hat kein Dach mehr, da sämtliches Holz vermodert und eingestürzt ist. Da es nun zu spät ist schaffen wir Holz in die Krypta und schlagen dort unser Lager auf. Hoffentlich schlafen wir dort nicht für immer. Wobei Schlaf zu finden kein einfaches Unterfangen ist. Kälte durch den Eingang und der Rauch des Feuers setzen uns einer unfreundlichen Atmosphäre aus. 

Wir teilen Wachen ein und ich halte mit Verian die erste. Edo und Taon werden uns ablösen und Walter wird mit Marike den Rest übernehmen.

Ich wecke Edo und als er sich bedankt meine ich eine gespaltene Zunge gesehen zu haben. Schlangen waren noch nie ein positives Zeichen. Ich werde ihn im Auge behalten müssen. Ich kann mir zwar nicht vorstellen dass Edo tatsächlich Böses im Sinne hat, aber sicher ist sicher.

Während der zweiten Wache versuche ich gerade zu Meditieren, da schlägt Taon Alarm. Er hört Stimmen draußen im Sturm. Er und Verian gehen dem auf den Grund und berichten von Orkgeistern, die verbrannt wollen werden. Sie scheinen von einer “unsichtbaren Klaue“ getötet worden zu sein, nachdem sie den Auftrag die Praiosartefakte zu klauen, von einer “weißen Schamanin“ bekommen hatten. Diese Schamanin würde aussehen wie Taon. Eine Elfe die Orks anheuert, davon habe ich noch nie gehört und es klingt sehr beunruhigend. Am nächsten Morgen klart das Wetter auf und wir können die Orkleichen verbrennen, dass sie uns nicht weiter heimsuchen werden. 

In Scholzen genießt Verian die gewonnene Suppe und das Bier, während der mürrische Wirt dabei zusehen muss. Der Rest von uns stattet noch der Rittfrau einen Besuch ab, welcher aber ohne zählbare Ergebnisse bleibt.

Wohin nun? Weiden ist groß und bis auf Menzheim haben wir keine Gerüchte mehr denen wir nachgehen können. Doch da hier in Scholzen auch eines dieser Bänder oder Hexenbänder zu sehen ist, scheint es mehrere zu geben. Mit viel Wohlwollen könnte es auch durch Menzheim führen und damit steht unser neues Ziel fest. Ich kann mich damit sehr anfreunden, habe ich doch an Menzheim und dessen Baronin gute Erinnerungen. Da es aber zu spät ist werden wir erst am nächsten Morgen aufbrechen und ich kann mich nochmal zurückziehen um zu meditieren. Die Tierträume muss ich weiter ergründen. 

In meinem Zimmer fange ich auch gleich an und ich bin auf der Schwelle zum Schlaf, da steht plötzlich meine Katze vor mir. Also die Katze von meinem Hautbild. Und dort wo mein Hautbild ist, sind nur noch die Rosen zu sehen. Ich will gerade etwas sagen und die Katze berühren, da ist dieser Moment vorbei. Verian meinte einmal kurz etwas davon, dass das Auge mit ihm kommuniziert. Vielleicht versucht mein Tattoo dasselbe, ich habe nur noch nicht herausgefunden wie.

Am Morgen brechen wir auf und unser erster Halt soll Burg Distelstein sein. Wir sind schon eine Weile unterwegs, da geraten wir wieder in einen heftigen Schneesturm. Wieder einmal bin ich froh in der Kutsche zu sitzen und nicht auf ihr. Lautes Wolfsgeheul umgibt uns, doch zeigen sie sich nicht. Wir passieren gerade eine lichte Waldstelle da taucht sie das erste Mal auf. Eine nackte weiße Elfe rennt über die Lichtung und wird von zwei riesigen Wölfen verfolgt. Edo versucht ihr zu helfen und erwischt einen der Wölfe mit seinem Bogen. Hätte dieser Schuss jeden anderen Wolf sofort getötet, taumelt dieser nur kurz und humpelt weiter. Diesen Moment kann die Elfe sich von Nutzen machen und schnippt mit ihren Fingern worauf der zweite Wolf ebenso angeschlagen von Dannen zieht. Auch wenn das Geheul auf ein großes Rudel gedeutet hat, sehen wir nur die Augen der Wölfe. Keiner traut sich aber aus dem Wald hinaus, während die Elfe zu uns hinüber schlendert. Sie ist von atemberaubender Schönheit: makelloser Körper, weißes langes Haar und goldene mandelförmige Augen. Sie zittert leicht und der Galant Verian bietet ihr seinen Mantel an. Nachdem sie ihn angenommen hat wirkt er sehr komisch, fast schon besessen von dieser Elfe.

„Ich bin Pardona und ich will das Auge!“

Sie hat kaum diese Worte ausgesprochen, da nimmt Verian schon eines seiner Messer und will es sich ins Auge rammen. Wir versuchen ihn daran zu hindern und Marike kann ihm gerade noch das Messer entwenden. 

„Ich ebne den Weg für den Namenlosen“

Die Worte lassen mir einen Schauer über den Rücken gleiten, doch nehme ich all meinen Mut zusammen und stelle mich zwischen Verian und dieser Elfenhexe. Sie blickt mich eindringend an und eine noch nie gespürte Furcht überkommt mich. Ich kann nur noch laufen um meiner Selbstwillen. 

Marike will den Moment nutzen um Pardona mit dem geweihten Dolch zu attackieren. Doch mit einer unmenschlichen oder auch unelfischen Leichtigkeit fängt sie ihre Hand ab und bricht sie, als ob es sich um einen Zweig handeln würde. Taon zieht seine Schwerter, aber fällt wie ein Stein zu Boden. Verian fängt sich nun etwas und will sich ebenfalls wehren. Er rammt ihr sein Knie in den Leib und jault gleich auf vor Schmerzen bricht es ihm sein Knie. Angeschlagen humpelt er in Richtung Wald. Edo hat einen neuen Pfeil aufgelegt. Dieses Mal für die Elfe und nicht für die Wölfe. Doch der Pfeil fliegt nicht nach vorne, sondern dreht sich in Edo’s Richtung und durchbohrt sein Bein. Nun kommt Walter zum Zug und verpasst ihr einen mächtigen Treffer mit seiner Waffe. Jeden Gegner hätte er so in die Knie gezwungen, fließt bei der Elfe nur ein Tropfen Blut. Wäre das alles nicht schon schlimm genug, fängt sie sich an zu verwandeln. Ihre Haut wird schuppig und ihr wächst einen Schwanz. Sie nimmt die Gestalt eines mächtigen, ich muss es eingestehen, Eisdrachen an. Walter versucht zwar zu fliehen, wird aber vergleichsweise lässig eingeholt und mit einem Schwanzfeger von den Beinen geholt. 

Verian hat den Wald noch nicht erreicht, da stapft der Drache von hinten heran. Kleine Bäume überläuft der Drache, wie wir über Gras laufen würden. Selbst ohne Knieverletzung hätte Verian keine Chance auf ein Entkommen gehabt. Verian sinkt auf die Knie und sie umzingelt ihn mit ihrem Körper. Nun richtet der Drache sein spitzes Schwanzende auf Verians Auge. In dieser Position verharren die beiden eine gefühlte Ewigkeit.

Walter stürmt mit letzter Kraft auf den Elfendrachen zu, da verwandelt er sich zurück in Pardona und löst sich auf ins Nichts. Verian kniet auf der Lichtung und hält sich sein Gesicht. Er wirkt erschöpft und irgendwie einsam. Als er die Hand von seinem Gesicht löst, ist dort wo einst sein Rubinauge war nur noch eine schaurige leere Augenhöhle. Die Dienerin des Namenlosen hat bekommen was sie wollte und eine Macht offenbart, die mir trotz meiner erlebten Abenteuer noch nicht untergekommen ist. 

Was passiert hier nur? Können wir Verians Auge zurückbekommen und wer leitet uns nun zu den Bändern am Himmel? Warum sind alle in meinen Träumen Tiere und keine Menschen mehr? Und die vielleicht interessanteste aber auch erschreckendste Frage: können wir dieser Macht überhaupt etwas entgegensetzten?

 

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Eine Antwort zu Pardonas Griff

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