Die Wiedergeburt des Bösen

(verfasst von Kyrillion)

Wir sind dem Schrecken von Menzheim knapp entkommen. Ich hoffe dies war das letzte Mal, dass wir von Korobar gehört haben. Wir haben nun etwas Zeit und Edo versucht die Notizen zu entziffern. Es sind Notizen diverser Geweihten. Aber es scheinen nur Verfehlungen der Geweihten zu sein. Die Traviageweihte hat beim Zehnt betrogen, der Firungeweihte hatte Notizen über das Fallenstellen und Peraine Anleitungen zum Giftmischen. Nur eine Notiz können wir nicht lesen. Es scheint eine Art Geheimschrift zu sein, sodass wir diese Notiz einem Phexgeweihten zuordnen. Weiter ist nichts mehr zu finden in den Räumen der Baroness. Seit zwei Wochen gibt es keinen frischen Schriftverkehr mehr. Wir übertragen dem Hauptmann das Kommando über Menzheim und die Bürde die Beerdigungen zu organisieren. Wir müssen die Anderen in Baliho abholen. Hesindian wird uns fürs erste begleiten, einen weiteren Magier zu haben kann nicht verkehrt sein.

Auf dem Weg sammele ich noch das Pflockset des Vampirjägers ein, wer weiß wozu das noch gut sein wird. In Altnorden machen wir Rast für die Nacht und ich beginne wieder zu Träumen. Leider kein Angenehmer Traum:

Überall sind Ratten. Sie kommen durch die Ritzen, das Fenster und drücken die Tür auf. Ich bin wie gelähmt in meinem Bett und kann nur mit ansehen, wie ein Ball aus nagenden Ratten auf mich zukommt. Die Ratten fallen über mich her und erreichen mein Gesicht.

Schweißgebadet wache ich auf und bin froh, dass wir sofort nach Baliho weiterreisen können. Dort angekommen treffen wir auf Taon und Walter im Perainetempel. Von Verian ist keine Spur. Er scheint vor ein paar Tagen einfach den Tempel verlassen zu haben und wurde seitdem nicht mehr gesehen. Hoffentlich können wir ihn bald finden, immerhin muss er von der Prophezeiung erfahren. Ich erzähle Taon und Walter von meinen Tierträumen und Taon berichtet mir über sogenannte Seelentiere. Die Elfen sagen, jeder würde ein Seelentier besitzen und dieses Tier wäre der Spiegel der Seele.
Wir wollen mehr recherchieren und begeben uns auf mein Drängen zur Bibliothek von Baliho. Ich hinterlasse ein Rätsel am schwarzen Brett um einen Phexgeweihten zu treffen. Das Rätsel ist zwar nicht schwer, aber ich hoffe ein Geweihter wird in der Bibliothek auftauchen. An der Tür hängt ein Schild, dass die Bibliothek wegen eines Todesfalles geschlossen ist. Wieso sind immer alle Tod wenn wir ankommen? Taon klopft an der Tür und ein alter Mann öffnet uns. Der Bibliothekar, sein Nachfolger, wäre freiwillig zu Boron gegangen. Er hat es wohl nicht mehr ertragen seine gelähmte Frau zu pflegen und hatte sich erhängt. Seine Frau scheint sich daraufhin in den Tod gesoffen zu haben. Der alte Kauz ist sehr verwirrt und vergisst ständig was er gerade tun wollte. Das Gute ist aber, dass wir uns dadurch in Ruhe umsehen können. Taon und ich suchen nach Informationen über Seelentiere. Nach der Göttin Hesinde hat jeder Mensch, Elf und Zwerg ein Seelentier, welches seinen Charakter wiederspiegelt. Nur das Auge der Mada kann es aber erkennen. Auch wenn eine geistige Krankheit vorliegt ist das Seelentier ebenfalls krank. Ändert sich mit der Zeit der Charakter eines Menschen kann sich auch sein Seelentier ändern. Alessa hat in der Zeit versucht die Geheimschrift des Phexnotizzettels zu entschlüsseln. Sie findet heraus, dass es sich um Nandurion handelt, ihr fehlt aber wohl eine Art Codewort um die Schrift nun auch noch zu übersetzten.
Es klopft an die Tür der Bibliothek. Es ist Otep, der Teehausbesitzer. Ich hätte es eigentlich wissen müssen. Der nervige und findige Otep ist also der Phexgeweihte von Baliho. Nun fängt das Handeln um Informationen an und ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren einen schlechteren Deal gemacht zu haben. Er kann den Notizzettel entschlüsseln. Es ist eine Sterndeutung und soll in zwei Tagen eintreten. Dann wird sich das Sternbild der unsichtbaren Sterne zeigen. Ein schwarzer Himmel ohne sichtbare Sterne. Kein gutes Omen.

Über die Prophezeiung berichtet Otep folgendes: Vor 1000 Jahren gab es einen großen roten Stein voller Magie. Die Magiermogule aber pervertierten den Stein und die Götter beschlossen ihn zu vernichten. Alle Splitter des Steines gingen verloren, bis einer wieder auftauchte. Dieser eine ist oder besser war Verians Auge.

Ich verabschiede mich von Otep und meine kurz das Antlitz eines Fuchses zu erkennen. Dabei schlafe ich gar nicht oder befinde mich in einem Rausch. Sehr interessant.
Edo und Hesindian haben auf einer Karte die Hexenbänder miteinander Verbunden und eine mögliche Kreuzung der Bänder in der Nähe gefunden. Es deutet alles auf den Nachtschattenturm hin. In der Bibliothek lassen sich darüber auch Informationen auftreiben. Der Turm wäre von einem Zwerg vor 400 Jahren für einen Magier gebaut worden der mit Nachnamen Nachtschatten hieß. Doch seit dieser Zeit ist der Turm unbewohnt. Die Aufzeichnungen eines Avesgeweihten sagen aus, dass man den Turm nicht finden kann, wenn man nicht dafür bestimmt ist ihn zu finden. Wir sind uns einig, dass in der Nacht ohne Sterne etwas Unheiliges am Nachtschattenturm passieren wird. Diese Nacht können wir noch rasten, müssen dann aber sofort aufbrechen.

Wieder ereilt mich ein Traum. Dieses Mal werde ich von einer Person ermordet. Der Mörder kommt mir bekannt vor, doch ist sein erscheinen unerwartet. Ich kann aber nicht mehr sagen wer ich war und um wen es sich gehandelt hatte. Diesmal haben alle diesen Traum gehabt, aber wir haben keine Zeit den Traum zu ergründen. Wir haben zudem auch verschlafen und müssen uns beeilen.

Die Kutsche können wir nicht nehmen. Zum einen sträubt sich Boril und zum anderen liegt auch nicht genug Schnee. Die Pferde nehmen wir aber mit, man weiß ja nie. Nach kurzer Zeit kommen wir an den Wald in dem der Turm stehen soll. Die Menschen die hier wohnen scheinen den Wald zu meiden. Noch nicht einmal ein Trampelpfad finden wir und müssen gestützt von Taons und Walters Orientierungskünsten unseren Weg bahnen. Nach einiger Zeit verlassen wir die dicht stehenden Bäume und erreichen einen zugefrorenen See. Mitten auf dem See auf einer Insel ist unser Ziel zu sehen, der Nachtschattenturm. Sieben Schritt breit und 15 Schritt hoch aus dunklen Steinen gebaut, voller Eiszapfen zu dieser Jahreszeit. Doch gleich zeigt sich die Unheiligkeit an diesem Ort. Rattenpilze scheinen an der Wand emporzuragen und aus den Fugen zu sprießen.
Walter läuft ein paar Schritte auf dem Eis und schon hört man das unheilvolle Knacken. Hoffentlich kommen wir dort heil und trocken rüber. Wir Binden die Pferde an und wählen sorgfältig die Ausrüstung die wir mitnehmen wollen. Alessa krabbelt währenddessen vor und kann grob einen halbwegs sicheren Weg finden, der uns nicht ins Verderben führt. Um auf Nummer sicher zu gehen ziehen wir unsere Ausrüstung als Bündel hinter uns her und kriechen unter Alessas Führung über das Eis. Edo und Hesindian scheinen ihren eigenen Weg zu suchen und brechen prompt ein. Mit vereinten Kräften können wir die beiden Frostbeulen aus dem Wasser ziehen.
Am anderen Ufer trocknen wir die beiden Unglücksraben, da bemerken wir ein Schar von Gestalten auf uns zukommen. Neu Ghule nehmen uns vor dem Turm in Empfang und erwischen uns ironischer Weise kalt. Auch wenn unsere Kämpfer die Brut nach und nach niederstreckt, muss ich einen Biss hinnehmen. Ich fühle mich sofort komisch und matt. Edo schaut sich den Biss an und diagnostiziert mir, dass ich mir eine Krankheit eingefangen habe. Viel Zeit habe ich wohl nicht würde ich doch in drei bis fünf Tagen zu einem Ghul werden, wenn ich mich nicht magisch oder göttlich heilen lassen würde.

Es ist dunkel geworden und die Vorhersage behält Recht. Kein einziger Stern ist am Himmel zu erkennen. Die Götter scheinen zu schweigen, ich hoffe aber, dass die Zwölf uns nicht im Stich lassen. Wir pirschen uns an das Tor zum Vorhof des Turmes an. Aus dem Tor flackert ein Licht. Taon und Alessa schleichen vor und kundschaften den Weg vor uns aus. Der Hof scheint aber leer und sie holen uns dazu. Die Bewohner des Hofes scheinen die Ghule gewesen zu sein, liegen doch überall angeknabberte Leichenteile herum. Das Feuer in der Mitte ist viel zu kräftig und Natürlich entstanden zu sein. Hier ist etwas ganz falsch. Hesindian will nun überprüfen ob er und Edo Recht hatten mit den Bändern und Spricht eine Formel in einer anderen Sprache. Er sieht die Bänder und sie kreuzen sich exakt über der Turmspitze. Goldene Fäden gehen von den Bändern in den Turm über.

Plötzlich sehe ich den Falken vor mir. Dabei Träume ich nicht. Der Hund die Schwarze Katze und die grüne Schlange kann ich ausmachen. An Taons Stelle sehe ich den Wolf stehen und da wo Walter ist, liegt ein Hai mit Brandwunden im Gesicht im Schnee. Die Narben scheinen also nicht nur äußerlich zu sein. Damit ist auch sicher das Verian die Ratte sein muss. Das ist kein gutes Omen. Ich habe noch nie Ratten in einem positiven Zusammenhang gesehen. Ich blicke mich um und oben im Turm ist eine Zunge zu sehen. Eine Menschliche Zunge ohne Körper. Ich erzähle meine Sicht den anderen, doch ich bin der Einzige der die Zunge sieht. Ich taste nach meiner Balestrina und die Seelentiersicht ist vorbei. Auch spüre ich eine intensive Abneigung gegen Waffen die zum Töten gemacht wurden. Hesindian und Edo treffen Vorkehrungen für einen bevorstehenden Kampf. Während Edo ein Feuer-Wusel ruft, zeichnet Hesindian etwas auf den Boden vor die Eingangstür zum Turm. Die Zeichnung soll Untote draußen halten. Taon öffnet die Tür und wir betreten das Innere des Turms. Ab hier überschlagen sich die Ereignisse.

Es ist Warm und überall hängen angerostete Rüstungen und Waffen an der Wand. Ein penetranter Blutgeruch liegt in der Luft. Taon und Alessa schleichen die Treppe hinauf. Der 1. Stock ist übersät von Praiosartefakten. In der Mitte des Raumes steht eine gepanzerte Gestalt mit schwarzen Haaren, bleichen Augen, zwei Schritt groß. Näher an der Tür stehen ein Mann und eine Frau. Der Mann ist in einfachen grauen Sachen gekleidet und besitzt zwei Dolche. Die Frau ist in einer grün blauen Robe gekleidet und trägt Lederhandschuhe. Es scheinen zwei der vermissten verlassenen Geweihten zu sein. Bei der Gestalt in der Mitte scheint es sich um den Priesterkaiser zu handeln, der aus seiner Gruft von den Orks geholt wurde. Dieser scheint ein Ritual durchzuführen und bedient sich der Kraft der anderen Verlassenen. Taon und Alessa überraschen die Kraftgeber des Praiospriesterkaisers. Während die beiden keine große Herausforderung sind verlangt der Priesterkaiser den anderen schon einiges ab. Mit seiner gepanzerten Faust und dem Sonnenszepter setzt er uns zu und auch er schafft es pervertierte Liturgien zu wirken. Während im ersten Stock gegen die Untoten gekämpft wird, hören wir von draußen zwei weitere Verlassene. Die Traviageweihte aus Altnorden und der verrückte hesindianische Vampirjäger stehen vor dem Eingang, aber der Schutz von Hesindian wirkt und sie können den Turm nicht betreten. Nach einigen schweren Treffern wird der Priesterkaiser wieder dahin zurückgeschickt wo er hergeholt wurde, in den hoffentlich endgültigen Tod. Dieses Ereignis scheint eine Kettenreaktion auszulösen, denn auch die Verlassenen vor der Tür sacken in sich zusammen und regen sich nicht mehr.

Ich sammele die besonderen Gegenstände der Geweihten ein um sie deren Kirche auszuhändigen. Taon und Alessa schleichen wieder die Treppe hoch vor. An der Tür in den zweiten Stock stoßen die beiden auf eine unsichtbare Mauer. Hinter der Mauer steht Pardona in einer dunklen Robe mit dem Rücken zur Tür in ein Ritual vertieft. Vor ihr in einem Tridekagram steht ein Kessel voller Blut. Ich konzentriere mich und rufe mein Hautbild leise an mir zu helfen. Aktiv sehe ich sie wieder alle: Katze, Hund, Hai und die anderen. Ich renne nach oben und sehe wieder die Zunge dort wo Pardona stehen muss; die Leibhaftige Zunge des Namenlosen.

Da beginnt das Blut im Kessel zu kochen und wir sind starr von dem Schauspiel. Aus dem Blut formt sich ein Kopf, dann ein Hals bis ein kompletter Körper aus dem Blut in dem Kessel entstanden ist. In der Mitte des Raumes steht nun ein richtiger Mensch. Der zeigt auf die Wand und mit einem Bersten sprengt er ein Loch hinein. Es ist Borbarad, welchen der Namenlose durch Pardonas Plan wieder nach Dere geholt hat. Doch dieser zeigt keine Dankbarkeit sondern verhöhnt Pardona, macht einen Schritt auf das Loch zu und ist verschwunden.

Pardona dreht sich zu uns herum und macht uns für ihren Fehlschlag verantwortlich. Dann schnippt sie mit den Fingern und die unsichtbare Mauer scheint verschwunden. Doch alleine ist sie nicht, eine schwarze Löwengestalt erscheint mit mehreren Hörnern, dann ist die Gestalt wieder verschwunden. Dies scheinen die „unsichtbaren Klauen“ zu sein von denen die Orkgeister sprachen. Sie hetzt den Dämon auf uns. Walter schüttelt als erster die Starrheit ab und greift die Elfe an. Er kann einen schweren Treffer landen und sie dieses Mal auch verletzten. Pardona sucht die Flucht und lässt uns mit ihrem unsichtbaren Schoßdämon alleine. Sie stürzt sich aus dem Loch in der Wand und nach ein paar Sekunden sehen wir den Eisdrachen davonfliegen, wenn auch stark angeschlagen. Dann versperrt uns eine Wand aus Ratten in dem Loch die weitere Sicht und wir fokussieren uns ganz auf den Dämon.

Hesindian bittet uns Zeit für ihn zu schinden und wir beschäftigen den Dämon. Treffer um Treffer können wir landen, aber dieser Diener der Niederhöllen scheint nicht tot zu kriegen. Wir scheinen aber gute Arbeit geleistet zu haben, denn Hesindian springt nach einer gefühlten Ewigkeit in den Raum mit einen leuchtenden Pentagramm auf der Robe und ruft etwas. Daraufhin wird der Dämon in das Pentagramm gezogen und ist verschwunden. Hesindian ist am Ende seiner Kräfte und bricht zusammen. Auch wenn die vergangenen Ereignisse in dem Turm schrecklich waren ist dieser Spuk erst einmal vorbei.

Alessa schaut sich in dem Raum um und findet in der zurückgelassenen Robe von Pardona die goldene Fibel des Namenlosen. Ich nehme sie in Gewahrsam um sie in einem Tempel vernichten zu lassen.

Lange bleiben wir nicht mehr in dem Turm sondern brechen von mir gedrängt auf nach Baliho. Der Biss des Ghuls lässt mich immer mehr ermatten und ich will kein Risiko eingehen selbst einer zu werden. In Baliho angekommen suchen wir sogleich den Perainetempel auf. Die Geweihten kümmern sich sofort um uns und können auch meinen Ghulbiss unschädlich machen. Am nächsten Tag gebe ich die Artefakte der Verlassenen ab und informiere die Geweihten über Borbarads Erscheinen. Im Teehaus überreiche ich Otep das Mondamulett des Phexverlassenen und er verspricht mir mir eine Nachricht zukommen zu lassen, wenn er etwas von Verian hört oder sieht. Als nächstes müssen wir nach Trallop und dem Herzog Bericht erstatten.

Als wir in Anderath ankommen ist eine pompöse Beerdigung im Gange. Es sind viele kaiserliche Soldaten anwesend und auch Urdo ist in der Menge zu Erkennen. Ein um die 70 Jahre alter Mann in blauer Robe und grauen mittellangen Haaren hält eine Rede. Es handelt sich um Dexter Nemrod dem obersten Geheimagent des Kaiserreiches.
Es ist die Beerdigung von Praioslob Zornbold, Edos Vater. Er scheint ermordet worden zu sein und Dexter Nemrod schwört dem Mörder nicht zu ruhen, ehe dieser gefasst und gerichtet wird. Es sind viel Würdenträger und wichtige Personen erschienen um dem alten Zornbold die letzte Ehre zu erweisen. Selbst Helme Haffax, der Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee, ist anwesend. Wir wohnen der Zeremonie bei und Edo hält eine sehr schöne und traurige Rede. Ich hoffe Praioslob kann ihn hören und dadurch frieden finden. Wir stehen weiter unter den Trauernden bis Urdo auf Edo zutritt und mit ihm reden will. Edo lässt uns daran teilhaben und wir erfahren, dass Edos Vater im Bett gemeuchelt wurde und in seinem Tempel überall Namenlose Zeichen an die Wände geschmiert wurden. Wir suchen sofort den Tatort auf um uns selbst einmal umzusehen. Dort erfahren wir, dass nicht nur Praioslob gemeuchelt wurde, sondern auch die zwei Wachen die den Tempel bewachen sollten. Als wir in das Schlafzimmer kommen trifft uns die Erkenntnis. Dies ist der Raum aus unserem Traum welchen wir alle kürzlich hatten. Im Kamin finden wir das geschmolzene Sonnenzepter vom alten Zornbold und am Altar auf dem er wohl zum Ausbluten abgelegt wurde entdecken wir zwei abgeschnitten Finger einer linken Hand. Es müssen die Finger des Meuchlers sein, der damit noch tiefer in den Sog des Namenlosen geraten ist. Abschließend finden wir noch Edos Namen mit Blut an die Wand geschmiert. Der Mörder scheint es also auch auf Edo abgesehen zu haben. Ich nehme Urdo zur Seite und kläre ihn über die Geschehnisse im Turm auf. Geschockt und unendlich traurig vom Tode Praioslobs gehen wir in die Taverne um durch den einen oder anderen Schluck Alkohol etwas Vergessen zu finden. Dort treffen wir Dscheff wieder, den ich hierher geschickt hatte. Hesindian erzählt Dscheff all das, was uns alles geschehen ist und Dscheff verspricht uns, uns zu helfen. Der erste Gezeichnete wäre immer noch unter uns. Dabei ist Verian nicht bei uns. Dies scheint ein schlechtes Omen zu sein.

Hier trennen sich Walter und Edo von uns. Walter schließt sich wieder Urdo an und Edo will seinesgleichen aufsuchen, während wir uns weiter nach Trallop aufmachen. Dort angekommen berichten wir dem Herzog Waldemar alles und dieser ist uns sehr dankbar, dass wir den Schrecken in seinem Land vorerst ein Ende gesetzt haben. Gwynna die Hexe erscheint auch mit einem Tierschädel in der Hand. Sie stellt diesen auf die Tafel im Thronsaal und eine Schlange kommt aus ihrem Ärmel und umschlingt den Schädel. Sie prophezeit uns, dass unser Weg uns in ein fernes Land führen würde, doch wir müssen vorsichtig sein. Viele Hexen hätten sich Borbarad angeschlossen und wären sehr Gefährlich.

Als Belohnung für unsere Taten verleiht uns Herzog Waldemar von Weiden den großen silbernen Bärenorden. Wir sind nun Ritter ehrenhalber, mit einer Leibrente von 100 Dukaten im Jahr, auch eines seiner besten Pferde sollen wir bekommen sowie unseren versprochenen Sold von 50 Dukaten und ein Stück aus seiner Waffenkammer. Damit können wir erst einmal verschnaufen und persönliche Dinge regeln. Ich werde mich nach Gareth aufmachen um Geweihter zu werden. Auch hoffe ich mehr über meinen Seelenbegleiter auf meiner Brust herauszufinden. Auch hoffe ich von Verian zu hören, wenngleich ich befürchte, dass es keine schönen Nachrichten werden. Aber am meisten freue ich mich meinen vorbestimmten Weg weiter wandeln zu dürfen und mich mit den anderen wieder zu treffen, habe ich sie doch alle lieb gewonnen. Bis zu dem Wiedersehen verabschiede ich mich von meinen treuen Lesern.

Euer Kyrillion Rahjadan Finsterwalde vom Orden des Bären

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