Das Ende eines großen Götterdieners und Menschenfreundes

(verfasst von Edo)

Als die Helden Anderath erreichen, erblicken sie das letzte Geleit eines Mannes im Beisein von Heerführern und götterdienenden Streitern aus alter Zeit. Es ist nicht irgendjemand zu dessen Ehren man hier zusammen steht. Es ist Edos Vater. Praioslob Zornbold. Der Mann und Vater, der zuletzt versuchte seinem entfremdeten Sohn wieder das Gefühl einer Familie zurück zu bringen. Etwas ohnmächtig sieht Edo wie sich die Trauergemeinde langsam auflöst.

Noch überwältigt von dem Schmerz, den er auf Dragenfeld empfunden hat, und dem Erleben der Fleischwerdung Borbarads, wird ihm bewusst, dass hier sein Vater liegt. Der Mensch, dem er die Schuld an seinem größten Schmerz als Kind gab. Doch die Ereignisse in jüngster Zeit haben ihm langsam bewusst werden lassen, dass es in dieser Welt viel Größeres gibt. Und schmerzvolleres. Er begibt sich zum Grab, kniet langsam nieder und richtet diese Worte bedächtig an ihn:

„Vater. Wir haben uns seit dem Tod meiner Mutter nicht mehr verstanden,
weil ich dir die Schuld an ihrem Tod gab. Denn dein Gott Praios hat ihr
nicht geholfen. Er war machtlos und schwach. Wie kann man einem solchen
Gott dienen?
Inzwischen habe ich verstanden, dass dein Tun immer dem Wohle der
Menschen diente. Ich gebe dir keine Schuld mehr an dem, was damals
geschah. Auch mit der Kraft, die mir Sumu gab, bin ich nicht in der Lage
jedem guten und leidenden Menschen zu helfen.
Auch wenn du Sumus Existenz immer geleugnet hast, hoffe ich dass du nun
in ihren Leib aufgenommen wirst, auf das du ewige Ruhe finden mögest.
Man sagt Hesinde nach, sie stehe für Wissen und das ist es, was ich
immer gesucht habe. Wissen um den Menschen zu helfen und das Übel aus
Sumus Leib zu vertreiben. Vielleicht findest du Gefallen an meinem Tun,
wenn du es von dieser Seite aus siehst. Ich wünsche es mir.
In diesen Zeiten müssen die Götterdiener und die Diener Sumus zusammen
stehen gegen Borbarad. Gegen ein Übel, das keiner von uns alleine zu
bekämpfen mag. Habe Zuversicht. Dein Sohn wird dein Werk fortführen den
Menschen zu helfen. Du kannst beruhigt schlafen.“

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