Ein Neuer Auftrag, magisches Metall

(verfasst von Hesindian)

Liebe Scolarii,

die heutige Unterrichtseinheit wird sich mit den sogenannten „Magicis Metalla Transcurrit“, den magischen Metallen befassen. Wie die Herrschaften und Frauschaften mit Sicherheit schon in Erfahrung bringen konnten sind diese Metalla nur in sehr geringem Numerus auf Dere vorhanden und entstehen einzig und allein dadurch, dass ein bereits vorhandenes Metallum von den Kräften der Sphären durchzogen wird. Collegae streiten sich darüber, ob das Metallum dabei nur durchzogen wird oder ob die Kraft vollständig absorbiert wird. Insgesamt wurden bisher fünf solcher „Magicis Metalla Transcurrit“ entdeckt und examiniert. Aufgelistet in Häufigkeit und magischer Intensität:

Primo: Mindorium – durchströmtes Quecksilber, auch Schlangenglanz genannt

Secundus: Arkanium – durchströmtes Blei, auch Marboblei genannt

Tertius: Endurium – durchströmtes Meteoritenmetall, auch Schwarzstahl genannt

Quartus: Titanium – Grundlage unbekannt, als Zetenblende bekannt

Quintus: Eternium – Grundlage unbekannt, als Göttergold bekannt

Ad Extremum wird darüber philosophiert und spekuliert ob die zwei zuletzt genannten Metalla in ihrer grundliegenden Form überhaupt vorkommen oder ob sie nur magicis forma existieren.

Die vorkommenden Mengen auf Dere sind verschwindend gering, daher könnt ihr – liebe Scolarii – euch glücklich schätzen, wenn ihr eines der genannten Metalla im Laufe eures Lebens mit euren eigenen Augen sehen oder gar durch eine Examinatio mittels Magica Clarobservantia betrachten dürft oder könnt.

Mir war dieser Genuss einst gegönnt. Der Rabe von Punin, Bahram Nazir in Persona selbst, bat mich und meine damaligen Gefährten in boronisch göttlichem Auftrag eine Endurium-Mine aufzuspüren und vor daemonica machinamenta zu schützen. Warum die Bornonkirche fragt ihr euch? Nun, wie es der Zufall will, scheinen einige Götterdiener, besonders zeremoniell gefertigte Waffen aus genau diesem Metalla zu führen. Ob die Magicis Metalla Transcurrit allerdings auch einen Einfluss auf göttergegebene Zeremonien und Kräfte haben ist nicht bewiesen. Aus Endurium gefertigte Waffen eignen sich allerdings hervorragend zum Zerschmettern und Bannen außerderischer Wesenheiten anderer Sphären, aber dazu im Laufe der Vorlesung mehr.

Die Zeiten waren finster und wir trugen eine große Bürde von der wir erst später erfahren sollten… Aber ich schweife schon wieder ab. Nun…lasst mich überlegen. Um meinen persönlichen Bericht zum Abbau von Endurium völlig verinnerlichen zu können muss ich in mane tempus etwas früher ansetzen.

Zur Zeit des Orakels der Elenvina Weiden (an dessen Lösung ich trotz widersprüchlicher Angaben maßgeblich beteiligt war und durch dessen Ausgang der Bote des Lichts Jariel Praiotin XII. erneut bestätigt wurde) herrschten in Maraskan bekanntlicherweise starke Unruhen samt Seeblockade. Weitere zeitliche Conditionibii sehe ich als Grundlagen und postulationem für diesen Exkurs voraus. Diese Unruhen verhalfen uns doch zu einer sehr stattlichen und gefährlichen Queste. Für kurze Zeit traten wir also in den Dienst der Boronkirche, doch ahnten wir – Hesinde hilf – eo maxime tempore noch nicht was auf uns zukommen würde…Diejenigen, welche den Carmina von ihrer Gnaden Kyrillion Rahjadan Finsterwalde von Gareth vom Orden des Bären regulär lauschen, werden Schlimmes erahnen…

Hesindian Sternenwacht, Kaiserlich Garethische Lehranstalt der Magie wider Geister und trans-sphärische Wesenheiten zu Perricum, 1041 aus der Vorlesung „Über die Magicis Metalla Transcurrit – Eigenschaften, Beseelung, Verarbeitung, Entzauberung und Bannung“

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