Des Greifen Leid

(verfasst von Kyrillion)

Es ist gut ein Jahr vergangen seitdem Borbarad wieder auferstanden ist. Auch wenn er nicht mehr in Erscheinung getreten ist, wird irgendwann etwas passieren. Und trotzdem ist einiges passiert in dem letzten Jahr. Ich bin vom Schüler zum Lehrer der Leidenschaft geworden und habe mein Tempeljahr absolviert. Auch über Seelentiere konnte ich etwas mehr herausfinden. Jeder, der ein denkendes und fühlendes Lebewesen ist besitzt eines. Zwar kann man nicht sagen ob die Person gut oder böse ist doch kann man auf gewisse charakterliche Eigenschaften schließen. Magische und mystische Tiere haben nur besondere Menschen, Drachen als Seelentiere sind aber meist selber welche. Da ich durch mein Hautbild die Seelentiere sehen kann, habe ich dahingehend Forschungen angestellt und einen alten Text von Nostra Thamos gefunden in dem von dem Boten des wandelnden Bildes die Rede ist, der zum Bündnis bittet. Den Rest zu deuten wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Es ist Hesinde 1017 und wir treffen nach und nach in Trallop ein. Durch unsere Mitgliedschaft im Orden des Bären stellt uns niemand Fragen und wir dürfen ein Gästehaus beim Herzog beziehen. Taon berichtet, dass er seine Mutter getroffen hat und fast den gesamten Norden bereist hat um die Kunde der Wiederkehr zu verbreiten. Auch die Zwerge scheinen etwas zu ahnen. Taon ist zu Ohren gekommen, dass ein Hochkönig gewählt werden soll. Dies geschieht nur in schlimmen Zeiten und nur wenn die Katastrophe kurz bevor steht. Dass ein Zwerg eines der anderen Völker zur Wahl aufruft ist sehr ungewöhnlich. Auch die Firnelfen und Nivesen scheinen in Unruhe zu sein.

Hesindian unterbricht Taon, da ihm eine Kundgebung in die Hände gespielt wurde, die noch nicht erschienen ist. Diese stellt uns als aufrührerische Spinner hin und stellt das Verbreiten der Kunde von der Rückkehr des Sphärenschänders unter Strafe. Diese Kundgebung stamme vom Vorsteher der Weißen Gilde Saldor Foslarin persönlich. Gut dass die Kundgebung noch nicht veröffentlicht ist; haben wir doch schon alle Borbarads Wiedergeburt durch den Namenlosen schon in alle Windrichtungen hinausgetragen.

Über Borbarad hat Hesindian herausgefunden, dass er unter anderem Namen in Bethana gelernt hat und zum mächtigsten Dämonenbeschwörer Aventuriens wurde. Er habe eine Armee aus wiedernatürlichen Kreaturen und Dämonen hinter sich geschart. Seine Festung habe er in der Wüste Gor gehabt. Im Magierkrieg kam es zur Schlacht: Rohal gegen Borbarad, bei der durch eine ungeheure magische Entladung beide gestorben sind. Korobars Stab konnten Hesindian und seine Akademiekollegen allerdings nicht zerstören. Die Präsenz von Borons Widersacherin wäre in dem Stab zu spüren. Auch wurden bei der Untersuchung des Turms in dem das Ritual von statten ging der untote Hesindegeweihte nicht mehr gefunden. Dabei sollten doch alle vernichtet sein. Hoffentlich treffen wir diesen nicht allzu bald wieder. Hesindian kann auch berichten, dass das Al Aventurische Konvent der Magier um 5 Jahre vorverlegt wurde. Auch eine Anomalie in dieser ungewissen Zeit.

Alessa berichtet davon die Kunde bei Ihrem Clan des fahrenden Volkes verbreitet zu haben. Sie ist und bleibt geheimnisumwoben, eine typische schwarze Katze wie ich jetzt sagen kann. Ich bin gespannt, wann wir mehr von ihr erfahren werden.

Bei der Suche nach Verian waren Edo, Marike, Alessa und Walter in einem Uralten Praioskloster. Aras de Mot soll wieder aufgebaut werden. Jedoch hüllten sich dort alle in Schweigen. An einem Wald im Osten wollte Edo alleine ein Ritual durchführen um eine neue Spur von Verian zu finden, doch nach einem roten Aufleuchten war es im Wald wohl verdächtig still. Als die anderen nachsahen was los war, lag Edo bewusstlos auf einer Lichtung und seine Augenklappe war verbrannt. Edo ist nun der Träger des Almadinen Auges und der neue Erste Gezeichnete aus der Prophezeiung. Als er wieder zu sich kommt berichtet er von einer Vision von Verian die nach Süden führt und von einem großen blonden Mann mit Pferdeschwanz. Auch sah er wohl Meer und Strand und ein hochseetaugliches Schiff. Die Sonne hätte sehr heiß und trocken gebrannt. Danach hatte er sich vom Rest der Gruppe getrennt und ist auf eigene Faust weitergezogen.

Walter erzählt uns noch, dass er sich von Urdo also von der KGIA losgesagt hätte und weiter mit uns ziehen will, ohne ständig und „heimlich“ über uns berichten zu müssen. Ich freue mich, dass wir weiterhin auf Walters Hilfe zählen können. Urdo wäre ohne ihn nun „Urlaub“ auf Maraskan machen. Dies muss ein schrecklicher Ort sein den ich um jeden Preis meiden will. Spinnen, Reptilien und alles ist giftig.

Der einzige, der immer noch fehlt ist Edo, selbst eine Nachricht über seinen Verbleib erreicht uns nicht. Hat er Verian gefunden oder gar den Mörder seines Vaters? Und welche Rolle spielt der Blonde mit dem Pferdeschwanz?

Während wir weiter auf Edo warten erreicht uns die Kunde, dass der Bote des Licht Jariel Praiotin XII. durch Trallop kommen wird um hier an den Namenlosen Tagen zu rasten. Der Bote des Lichts ist mit gut einigen hundert Anhängern aufgebrochen um Hilberian Praiofold III. zu stellen und die zerstrittene Praioskirche zu einen. Dafür setzt er sich sogar über den Reichsfrieden hinweg. Aus den einigen Hundert hat er nun über 2500 Anhänger um sich geschart, die für ihn in den Krieg ziehen würden. Ein schrecklicher Gedanke welch Blutvergießen da bevorsteht. Wir wollen die Zeit in Trallop nutzen um an eine Audienz mit dem Boten des Lichts zu bekommen. Auch er soll erfahren welches Übel Aventurien droht.

Es spielt uns in die Karten, dass der Großinquisitor Armando Laconda da Vania mit dem Erhabenen der Weisheit reist. Dieser hat uns in Dragenfeld unsere Geschichten geglaubt und uns so vor dem Scheiterhaufen gerettet. Ich lasse ihm eine Nachricht zukommen und tatsächlich erscheint er in unserem Gästehaus. Wir erzählen ihm unser Erlebtes nach Dragenfeld und auch, dass der Bote des Lichts dies von Augenzeugen hören sollte bevor diese Mundtot gemacht werden. Armando Laconda da Vania stimmt zu und ermöglicht uns die Audienz. Das Treffen verläuft sehr erfolgreich. Seine Erhabene Weisheit glaubt uns nicht nur, sondern ist er auch an einer unblutigen Vereinigung der Kirche interessiert. Ich glaube zwar, dass er in letzter Konsequenz die Schlacht ausfechten würde. Aber uns zu Boten zu benennen, die für ihn sprechen dürfen, um eine friedliche Einigung zu erzielen lässt mich hoffen. Wir willigen ein und nehmen die Ehre an die uns angeboten wurde. Darauf erzählt der Erhabene der Weisheit von einer Vision die in heute ereilt hätte:

„Am Tag, nachdem in Greifenfurt die Sonne am hellsten schien, wird in Drôl ein Tempel gesegnet und in Festum kein Ketzer verurteilt.“

Da uns nichts Besseres einfällt reisen wir über Greifenfurt nach Elenvina. Als wir Greifenfurt passieren werden wir von Bernhild von Greifenfurt abgefangen dem dortigen Praiosgeweihten. Auch er hat eine Vision gehabt:

„In Beilunk wird ein Ketzer verurteilt, wenn in Kuslik ein Tempel gesegnet wird, wenn dies heute ist, dann sollen beide Bote des Lichtes sein und vereint die Macht halten.“

Er erzählt uns, dass diese Visionen zu einem Orakel gehören würden und diese 12 Hinweise enthalten würde. Wer das Orakel löst wird über das Schicksal des Boten des Lichts entscheiden. Wir reisen weiter und unterwegs ereilen uns in zwei Dörfern mit Praioten zwei weitere Hinweise:

„Wenn heute in Greifenfurt die Sonne am hellsten ist, soll Hilberion Bote des Lichts sein.“

Und

„In Zorgan scheint die Sonne am hellsten, irgendwann, bevor sie dies in Gareth tut, aber am Tag nachdem sie in Vinsalt am hellsten schien.“

Wir erreichen Elenvina am Vormittag und es herrscht ein reges Treiben. Bauarbeiter und Solldaten befestigen die Stadt vor der bevorstehenden Belagerung durch Jariel Praiotin XII. Hesindian wird sich hier zurückhalten müssen gibt es doch ein striktes Magieverbot innerhalb der Stadt. Wir kehren in der Herberge „zum Flussvater“ ein. Wir erfahren, dass Jast Gorsam vom Großen Fluss der Herzog in den Nordmarken der Halbbruder von Hilberian Praiofold III ist. Wir lassen dem zweiten Boten des Lichts eine Nachricht zukommen als Augenzeugen von Dragenfels. Es scheint zu wirken und wir werden von ihm empfangen. Ich konzentriere mich und schaue mir sein Seelentier an. Es ist eine Maus. Wie kommt es, das der angeblich Oberste der Praioten dies nicht bemerkt? Auch hier erzählen wir unsere Geschichte und bitten den zweiten Boten um einen Waffenstillstand. Er ist noch unentschlossen doch Hesindian erwähnt das Orakel und tatsächlich würde er sich dem Orakelspruch beugen. Denn auch er hatte eine dieser Visionen von Praios und einen weiteren Hinweis für uns parat:

„In Elenvina scheint die Sonne am hellsten genau dann, wenn in Harben ein Tempel gesegnet wird.“

Wir haben durch unseren Vorsprung gut zwei Wochen Zeit die übrigen Hinweise zu finden. Nachdem wir das Wort von Halberion haben müssen wir noch den Herzog aufsuchen um ihn auch zu überzeugen. Auch wenn der Herzog nicht gerade glücklich mit der Situation zu sein scheint beugt er sich doch dem Urteil seines Boten des Lichtes und auch er wird sich dem Orakel beugen. Von ihm bekommen wir den 6. Hinweis:

„Wenn in Al’Anfa Ketzer verurteilt werden, wird die Schlacht die Entscheidung bringen – oder beide sollen Bote des Lichts sein.“

Wir sollen auf den Herold des Herrn Praios warten den sogenannten Greif. Wir sitzen in unserer Herberge und wollen die Gespräche mit dem Herzog und dem zweiten Boten Revue passieren lassen, da betritt eine Gestalt die Schankstube. Es ist ein schwarzer Mann in einer weißen Robe auf dessen Brust ein grauer Greif gestickt ist. An einer Schnur über den Rücken trägt er ein rostiges, dem Aussehen nach, sehr altes Schwert. Ich schaue mir das Seelentier dieses Mannes an. Seitdem ich mich von Kampf und Tod distanziert habe, kann ich den Menschen immer besser in die Seele schauen. Ich sehe, was ich erwartet hatte: einen Greif. Solch ein Seelentier ist wahrlich besonders. Es muss sich um den Herold des Herrn Praios handeln. Wir bitten ihn zu uns und er gesellt sich an unseren Tisch. So beeindruckend es schon war den Boten des Lichts zu treffen, so einzigartig und besonders ist dieser Moment auch wenn es uns zu der Zeit nicht bewusst war. Der Greif kann uns zwei weitere Hinweise präsentieren die er direkt von Praios für uns bekommen hat:

„Über Gareth scheint die Sonne am hellsten genau dann, wenn in Drôl ein Tempel gesegnet wird. Auch wird dann wieder in Beilunk noch in Khunchom ein Ketzer verurteilt.“

Und

„Genau dann, wenn in Vinsalt die Sonne am hellsten scheint, wird in Havena ein Tempel gesegnet, dies jedoch nicht am Rohalstag, wo Khunchon ein Ketzer verurteilt wird. Auch wird, wenn in Vinsalt die Sonne am hellsten scheint, nicht Jariel Bote des Lichts, aber auch für Hilberian wird das Orakle sich nicht entscheiden.“

Weiter Hinweise kann er uns aber nicht geben, schickt uns aber ins Elenvina Umland. Dort werden wir weitere Hinweise erhalten und sie werden uns schon finden wenn wir nach Ihnen suchen. Da die Zeit knapp wird, verabschieden wir uns vom Greif und erkunden das Umland. Den Tag über finden wir nichts und schlagen unser Lager auf einer kleinen Schafsweide auf. Am nächsten Morgen hoffen wir auf mehr Erfolg. Am Lagerfeuer gesellt sich Alessa zu mir und zeigt mir eine Münze, die sie sich als Belohnung aus der Waffenkammer des Bären genommen hatte. Ich spüre ein Kribbeln welches ich immer spüre wenn ich meinen Schal anfasse. Diese Münze muss dem Phex geweiht sein und birgt ein Geheimnis. Ein Fuchs auf der einen Seite und neun kleine Löcher auf der anderen Seite. Die Zahl des Phex. Phex ist listig und liebt das Rätzel es wundert mich nicht das die schwarze Katze auserwählt ist dieses Rätzel anzugehen und auch wenn ich ihr nicht helfen kann, wird sie es herausfinden wenn die Zeit reif ist.

Am nächsten Morgen erwachen wir alle zeitgleich und eine Schafshirtin steht in unserem Lager. Verdammt Taon ist eingeschlafen, dabei kann er doch sonst so lange ohne Schlaf auskommen. Doch die Hirtin verhält sich komisch und fängt auf einmal an zu reden:

„In Al’Anfa werden Ketzer nur Windstags und Erdtags verurteilt.“

Sie hat uns nun unseren neunten Hinweis überbracht und ist danach sehr verwirrt. Walter gibt ihr einen Silber und sie versteht zwar nicht wieso, scheint sie die Vision als solche nicht verstanden zu haben, freut sich aber überschwänglich. Wir ziehen weiter und kommen durch Alriksfurt und dort ist ein Praiosschrein. Wir rasten vor dem Schrein und uns ereilt alle eine Vision:

„Wenn in Al’Anfa Ketzer verurteilt werden, werden weder in Kuslik noch in Drôl Tempel gesegnet.“

Leider bleibt es bei den zehn Hinweisen und der Heerwurm des Boten des Lichts rückt immer näher. In der Ferne sind schon die ersten Banner und Flaggen zu erkennen. Die Bauern strömen ins Innere der Stadt die nun auf eine lange Belagerung befestigt wurde. Knapp hinter der Bogenreichweite errichtet der Bote sein Komandozelt und unsere Zeit scheint abgelaufen. Wir satteln die Pferde und reiten auf die Armee zu um den Waffenstillstand zu verhandeln um mehr Zeit für das Orakel zu bekommen. Wir werden nicht von Armando Laconda da Vania empfangen sondern von einem anderen Großinquisitor. Es handelt sich um Rapherian von Eslamshagen. Doch bevor wir unsere Bitte vortragen können erzählt der Großinquisitor uns von einer weiteren Vision auf der Reise nach Elenvina. Wir atmen durch und lauschen dem Hinweis:

„An den beiden Tagen nach der Tempelsegnung in Kuslik werden die Tempel in Thorwal und Drôl gesegnet.“

Da ertönt ein Horn und die Stadttore öffnen sich. Der Herzog kommt unter dem Schutz der weißen Flagge herausgeritten und nähert sich nun. Der Großinquisitor reitet ihm entgegen und sie treffen sich auf halbem Wege. Der Handschlag der beiden Männer zeigt uns, dass keiner vorhat voreilig in den Krieg zu ziehen und somit viele unschuldige Opfer zu verschulden. Der Herzog und der Großinquisitor kommen zum Zelt geritten um dort die Verhandlungen aufzunehmen. Doch als wir alle das Zelt betreten ist dies nicht mehr leer. Eine geringelte Katze ist anwesend und als ich mein Hautbild überprüfe stelle ich fest: dies ist die Katze von meiner Brust die nun nicht nur vor mir sondern vor allen anderen sichtbar im Zelt steht. Sie fängt an zu sprechen:

„Von 5 hintereinanderliegenden Tagen wird in 12 Sprüchen gesprochen. An jedem Tag wird ein Tempel gesegnet und ein Ketzer verurteilt, an jedem Tag scheint die Sonne am hellsten in einer bestimmten Stadt, an jedem Tag, alles jeweils in einer anderen Stadt, an jedem Tag. Der erste Tag ist der Windstag.“

Als die Katze geendet hat rennt sie auf mich zu und springt wieder in meine Brust und rollt sich dort zusammen. Alle starren mich an so surreal ist doch das Erlebte gewesen. Dennoch fangen wir uns schnell wieder, denn wir haben zwar keinen zwölften Spruch dafür aber eine Anleitung erhalten das Orakel zu deuten. Ich bemerke derweil, dass der Herzog jetzt deutlich angespannter ist und uns etwas zu verschweigen scheint. Ich nehme ihn vor allen ins Gebet und wenn auch wiederwillig eröffnet er uns, dass es eine weiter Vision heute Morgen in Elenvina gegeben habe. Er befürchte, dass diese nicht gut für Hilberian sei, doch er teilt sie uns mit:

„Wird heute in Mendena ein Ketzer verurteilt, so wird Jariel Bote des Lichts.“

Wir haben unseren zwölften Hinweis. Wir fangen an zu Rätzeln doch sind es Walter und Alessa, die das knifflige Rätzel lösen. Wir können nun verkünden, dass das Orakel Jariel zum alleinigen Boten des Lichtes bestimmt.

Wie wir darauf gekommen sind fragt ihr, werter Leser, euch sicherlich. Nun ihr habt die Hinweise und die Anleitung. Beweist den Phexsinn in euch und löst es selber, der Fuchs wäre bestimmt begeistert.

Hilberian erkennt unser Urteil ohne einen Anzeichen von Zweifel an und bestätigt Jariel als einzigen Boten des Lichts. Auch Jariel hält sein Wort und nimmt die abgespaltenen Geweihten, die Hilberian gefolgt sind, wieder auf und einigt die gespaltene Praioskirche. Dies geschieht alles ohne unser Beisein und wird das Elenvina Orakel genannt. Wir hingegen werden in die Stadt des Lichts geschickt um dort Armando zu treffen. Dieser erklärt uns, dies würde zu unserem Schutz geschehen. Wenn alle uns für Verrückte halten, würde der Feind unserem Tun weniger Bedeutung beimessen. Daher ist uns die Kirche auf ewig dankbar, wird aber nicht zögern unsere Rolle zu leugnen. Hesindian sieht mit diesem Vorgehen unglücklich aus und auch mein Streben meinen Namen besungen zu hören ist dieses Vorgehen ein Dorn im Auge. Die Notwendigkeit sehe ich aber ein, habe ich schon genug zu sehen um dem Feind so oft es geht aus dem Weg gehen zu wollen. Als Belohnung verspricht der Großinquisitor uns, dass wenn wir in Gefahr sind würde die Praioskirche unter seiner Führung uns zur Hilfe eilen. Ein wahrlich wertvoller Gefallen den wir nun in der Hinterhand halten. Armando kann uns auch weitere Informationen geben. Der Konvent der Magier welches vorgezogen wird, soll vom 11. Rondra bis 1. Travia 1019 in Bethana stattfinden. Die weiße Gilde wäre darüber aber nicht sehr erfreut, ist dies doch die Heimat von Borbarad. Auch eine Neuerung ist, dass dieses Mal Vertreter der Rassen also Zuschauer anwesend sein dürfen die nicht der Gilden der Magier angehören. Dies ist noch nie bei einem Konvent der Fall gewesen und wohl auf uns zurückzuführen.

Wir sitzen wieder einmal in der Herberge, fehlt uns doch aktuell ein Ziel. Der Feind hält sich bedeckt und Edo ist immer noch nicht eingetroffen. Wir halten die Treffen regelmäßig ab, um für den Fall der Fälle über alles informiert zu sein. In der Zwischenzeit kann ich in meinem Heimattempel weiter lernen, gibt es doch noch so viel, was ich noch nicht weiß und was mir beigebracht werden kann. Auch wenn es für meine Brüder und Schwestern im Tempel unüblich ist habe ich von Wegen gehört einen Boden vor Dämonen und Untoten zu sichern. Ich hoffe, dass ich einen Lehrer für diese Kunst finde. Zurück jedoch zu unseren Treffen. Im Boten gibt es Neuigkeiten zu Urdo. Aufgrund von Unruhen auf Maraskan wurde Urdo als Vermittler eingesetzt um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Hesindian ist allerdings mit seinen Gedanken abwesend und holt einen klumpen Silber aus seinen Taschen. Doch plötzlich verformt sich der Klumpen zu einer silbernen Schlange mit Edelsteinaugen und spricht mit ihm. Die Schlange erlaubt ihm sie zu tragen und umschlingt sein Handgelenk. Es scheint unbearbeitetes Silber zu sein und hat dennoch die Kraft sich nach Belieben zu verformen. Hesindian will von der Schlange wissen was sie kann. Sie stellt den Kopf auf und schaut in die Richtung in die Hesindian auch schaut. Er scheint, ein wenig ähnlich dem Almadinen Auge, magische Nuancen zu sehen.

Weiter Nachrichten entnehmen wir den Boten. Die Stadt Altum wurde überfallen und es scheint niemand überlebt zu haben. Die Tempel wurden alle gebrandschatzt und während einer Expedition innerhalb der Stadt fand man Soldaten in schwarzer Rüstung. Hatten Taon nicht die Firnelfen vor einer Armee in Schwarzer Rüstung gewarnt?

Im TSA 1018 kommt es zu einem blutigen Aufstand in Sinoda, bei dem die Stadt 8 Tage in der Hand der Rebellen war.

Im Praios 1018 erreicht uns die Meldung, dass der Konvent der Magier auf unbestimmte Zeit verlegt wird, soll aber weiterhin in Bethana stattfinden.

Urdos Brief Ingame Handout

Brief von Urdo 

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Rückseite

Es ist mittlerweile Rahja 1018 als ein Beilunker Reiter die Herberge betritt und mich persönlich sucht. Er überreicht mir einen sehr mitgenommenen Brief der das Siegel der KGIA trägt. Alessa fällt auf, dass neben Blutspuren auch eine Messerspitze den Brief beschädigt hat. Der Bote erzählt, dass der erste Reiter getötet wurde und er auch auf der Reise zwei weitere Kollegen verloren hätte. Ein blondes Ungeheuer mit Pferdeschwanz soll schuld an alldem sein. Der Brief sollte uns also nicht erreichen. Der Brief ist von Urdo, ihm scheinen die Zügel auf Maraskan aus der Hand zu gleiten. Der Brief ist auch schon ein gutes Jahr unterwegs und so wollen wir nicht untätig in Gareth rumsitzen sondern nach Maraskan aufbrechen um Urdo zu unterstützen. Als Hafen wählen wir Khunchom; könnte diese Stadt doch auf Edos Vision passen. In Rommilys machen wir halt. Dort ist der Sitz der KGIA und mit Walter als Ex-Mitglied wollen wir Informationen einholen. Die KGIA ist allerdings abgeriegelt und die führenden Mitglieder haben sich zurückgezogen. Es scheint mit der Sache auf Maraskan zu tun zu haben. Mehr bekommen wir nicht heraus. der Genaue Inhalt des Briefes ist HIER nachzulesen.

Die Nacht verbringen wir in Romilys. Wir beziehen in einer Herberge unsere Zimmer und setzen uns noch ein wenig in den Schankraum. Da steht plötzlich eine hager blinde Frau in schwarzer Robe an. Sie ist eine Priesterin Borons und sie überbringt uns die Bitte des Erhabenen um ein Treffen in Punin. Ich bin beeindruckt von der Frau hat sie uns doch gefunden ohne sehen zu können. Ihr Seelentier ist passenderweise ein blinder Rabe.

Solch eine Bitte und Ehre kann man nicht abschlagen und so machen wir den Umweg über Punin. Die Priesterin folgt uns sicheren Schrittes trotz ihrer Blindheit und am 17. Rahja 1018 kommen wir in Punin an. Sie führt uns zum Platz des Schweigens und in den Borontempel. Es ist totenstille als wir durch die Hallen schreiten, so dass jeder Schritt klingt als würden hunderte auftreten. Wir gelangen zu einem kleinen Raum, vor dem ein Golgarit wache hält. Der Raum ist dunkel und nur ein kleiner Lichtstrahl, der durch die Decke kommt, erhellt den Schreibtisch. Hinter dem Schreibtisch sitzt eine hagere Gestallt mit einer Glatze, der Rabe von Punin. Mit Anwesend sind noch Ordensritter Gernot von Nerlingen von den Golgariten und Commandanta Katalin vom Orden des Schwarzen Raben zu Al’Anfa. Es ist ungewöhnlich, dass Al’Anfaner und Puniner gemeinsame Sache machen wenn es um den Herrn des Schlafes geht. Der Rabe erhebt sich und spricht zu uns. Der Herr hätte ihm offenbart, dass sich unsere Wege treffen würden. Es passiert etwas auf Aventurien und leider nichts Gutes. Der Ordensritter übernimmt und erzählt uns von seltenen Metallen, die an die Kirche als Zehnt gespendet werden und aus denen Rabenschnäbel gefertigt werden um Nekromanten zu besiegen. Doch die letzten Lieferungen wurden alle überfallen und die Mine für dieses Endurium liegt ausgerechnet auf Maraskan. Wir sollen die Hintergründe aufklären, was mit dem Metall angestellt wird. Die Vermutung wäre das es für Nekromantische oder Dämonische Zwecke eingesetzt werden könnte. Sollten wir Erfolg haben würde Boronkirche in unserer Schuld stehen und bei einer drohenden Schlacht für uns ins Feld ziehen. Wir nehmen diesen Auftrag an, wollen wir doch sowieso nach Maraskan. Wir erhalten Passagierscheine mit dem Al’Anfaner Zeichen und einen Ringe mit dem Puniner Zeichen um uns ausweisen zu können, für welchen Auftraggeber wird arbeiten. Da wir unsere Pferde nicht mitnehmen können gebe ich meine Gräfin Mondtänzerin im Tempel des Rebenblutes bei meinesgleichen ab. Sie werden sich sehr gut um sie kümmern. In Khunchom sollen wir ein Schiff nach Boran nehmen. Dies wäre die einzige Stadt die noch von Schiffen angesteuert wird. Hoffentlich werden wir dort Edo wieder treffen. Was wird uns wohl auf Maraskan erwarten. Lebt Urdo noch? Was kann Hesindians Schlange noch alles? Ihr werdet es hoffentlich erfahren.

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