Ein Verräter auf Kurkum

(verfasst von Kyrillion)

Die Belagerung nimmt Züge an. Das Heer teilt sich auf. Im Süden am Passeingang bleibt die Reiterei, während die Fußtruppen über den Fluss setzten und im Norden die Zelte aufschlagen. Die Sappeure beginnen derweil im Wald mit ihren Arbeiten. Marike bekommt von den Amazonen eine ihrer bronzenen Rüstungen, da ihre vom Schelm nach seiner Rede weggezaubert wurde. Weiter passiert aber nichts mehr an dem Tag. In der Nacht werden wir von einem der Bauern geweckt, schicken aber Edo nachschauen, da er im Dunkeln sehen kann. Die Untoten marschieren auf, angeführt von einem Tulamiden mit schwarzen Pferdeschwanz. Es ist der Borbaradianer, dem wir auf dem Schiff die Diamantenübergabe vermasselt hatten. Die Untoten verteilen sich auf die verbarrikadierten Häuser um Schutz vor dem Sonnenlicht zu haben. Wir diskutieren sehr ergebnislos viele Möglichkeiten die Häuser zu zerstören. Aber so effektiv auch ein Plan von uns ist, so wenig Ressourcen ihn durch zuziehen haben wir. Einer der Bauern kommt zu uns und sagt, dass das Heer aufmarschiert. Luziana von Perricum führt die Fußtruppen an, während Ingolf die Reiterei befehligt. Doch sie warten eine Zeit lang nur ab ohne angreifen zu wollen. Dann teilt sich eine der Gruppen und eine gefangene Amazone wird vor die erste Reihe gebracht. Es handelt sich um Tornia, die zu den Zwergen ausgesandt wurde. Man wirft ihr ein Schwert vor die Füße und ein Halbkreis wird gebildet. Der Nagrachpaktierer kommt dazu und enthüllt ein schwarzes Schwert. Er hat eines der drei Enduriumschwerter von Maraskan bekommen. Er schaut auf die Amazone hinab, lacht kurz auf und geht wieder. Auf einen kurzen Pfiff hin kommen die Dämonenwölfe und töten die Amazone, die ehrenvoll ihren letzten Atemzug kämpfend tätigt. Darauf ziehen sich die Amazonen von den Zinnen und es wird ein Göttinendienst  abgehalten. Alle Amazonen klemmen ihren Helm unter den Arm und recken die Schwerter in die Luft. Das Schwert der RONdrastatue entflammt in rot-orangenen Flammen. Ein hoffentlich positives Zeichen für unsere doch ausweglose Situation. Im Anschluss zeigt uns Detlana noch eine Besonderheit. Einen schwarzen Pegasus. Er ist das Reittier der Königin. Ich sehe dies als gutes Zeichen, dass auch meine Göttin hier über uns wacht.

Nach dem wir wieder auf den Zinnen patrouillieren, sehen wir wie oberhalb am Fluss die Latrinen der Söldner ausgehoben werden. Damit wir es durch das verschmutzte Wasser um uns herum noch unangenehmer als es schon ist. Wir finden uns wieder ein um weitere Pläne zu schmieden. Zeit haben wir genug. Es passiert draußen gar nichts. Eine Belagerung ist das Langweiligste, was ich bis jetzt erleben durfte. Edo will nach etwas Ruhen durch fremde Augen Unruhe stiften. Die Vorstellung ist sehr gruselig. Alessa fängt an und versucht mit ihrem Handschuh an Sachen heranzukommen, die etwas weiter weg sind. Für Edo wären es wohl Haare als Ziel, aber das Enduriumschwert weg von dem Paktierer wäre schon ein Traum. Hesindian bringt schon mal Bannkreise an strategischen Stellen an. Über dem Torbogen kratzt er den Kreis mit einem Finger seiner goldenen Hand in den Stein. Auch er steckt weiterhin voller Überraschungen. Bin gespannt was er noch alles zeigen wird.

Als Alessa am nächsten Morgen erwacht, hat sie die Hand voller Haare. Das Schwert wäre mir zwar lieber gewesen, aber so kann Edo wenigstens seinen Plan weiter verfolgen. Doch bevor es dazu kommt werden wir von einer Amazone geholt. Im Westen kommt etwas Bewegung rein. Eine neue Gruppe ist angekommen. Etwa ein Dutzend Personen angeführt von Xeraan. Immer wieder Xeraan. Unser Nemesis, der uns seit Firunsbrück immer wieder über den Weg läuft und immer Unheil und Verderben an die Orte bringt, die er heimsucht. Bei ihm ist ein humpelndes Kind und neun Schwarzkutten. Auch für die Amazonen ist Xeraan ein rotes Tuch. Hat er sie doch in der Vergangenheit getäuscht und dazu gebracht die damalige Königin zu verstoßen und eine schwarze Rondra anzubeten. Damit ist unsere Situation noch deutlich schwächer als vorher. Aber viel machen, können wir leider nicht. Edo hingegen bereitet sich nun auf seine Gruselaktion vor. Mithilfe der Haare schaut er durch die Augen dieses tulamidischen Schwarzmagiers und kann noch einen Zauber herausbringen. Hoffentlich hat er ein wenig Schaden angerichtet. Nun beschwört er noch ein Luftelementar für die nächste Idee, Zwietracht unter den Söldnern sähen. Dafür fälschen wir einen Brief von Xeraan und lassen ihn bei den Söldnerlagern ablegen. Langeweile macht erfinderisch, oder auch einfach nur verzweifelt. Ob es was bringt wird sich zeigen, ich glaube aber nicht.

Aber da Xeraan nun hier ist, haben wir den leider besten Illusionisten gegen uns. Das gibt mir zu denken und ich frage Hesindian, ob er vielleicht Illusionen erkennen kann. An der Stelle, wo die Sappeure die Stämme lagern, ist tatsächlich eine Illusion. Anstatt der Stämme sind dort mehrere Leitern und ein Katapult. Eine weitere Bedrohung gegen uns, aber immerhin wissen wir nun davon und können nicht von ihr überrascht werden.

Als ich am nächsten Morgen früh aufwache kann ich meinen Atem spüren. Es ist sehr kalt geworden. Eigentlich ungewöhnlich. Ich kann den Raureif an dem Fenster erkennen. Doch darüber können wir nicht lange nachdenken. Auch an diesem Morgen kommt Bewegung in das Heer der Söldner. Doch diesmal scheint es zu einem ersten Angriff zu kommen. Ich kann die Amazonen überreden die Bauern, die nicht kämpfen können und die Kinder ins Innere der Ställe zu evakuieren. Ein Pfeilhagel würde jeden tödlich treffen. Hesindian kann ein blaues Leuchten im Lager ausmachen. Eine Beschwörung ist im Gange und damit ist auch klar das der erst Angriff heute stattfinden wird. Die Zeit vergeht und kurz vor dem Abend fliegen die ersten Pfeile. Pfeilsalve um Pfeilsalve hält uns auf Trab, selbst nachdem die Sonne untergegangen ist. Nachdem die Dunkelheit eingekehrt ist wanken gut zwei Dutzend Skelette mit einer Holzplanke auf die Burg zu. Die Pfeile der Amazonen richten leider nichts aus gegen diese Gegner ohne Fleisch und Haut. Die Skelette verkeilen die Planke zwischen dem hochgezogenen Burgtor und der Brücke. Nachdem die Skelette ihr Werk vollbracht haben rückt ein riesiger labbriger Dharai an. Während dieser versucht das Tor aufzudrücken Rücken die Söldner mit Leitern an um die Burg zu stürmen. Hesindian hatte aber genug Vorbereitungszeit und konnte den Dämon bannen. Auch die Leitern können wir durch unserer Vorbereitung zurückwerfen und somit diesen Ansturm vereiteln. Doch kaum ist der Kampf vorüber steht die nächste Katastrophe an. Alvin fängt an die Bauern gegen die Amazonen aufzustacheln wegen der Essensverteilung. Kurz vor der Eskalation kann Marike mit den Amazonen ein Abkommen aushandeln, aber Alvin muss vorerst mit dem Kerker vorlieb nehmen. Dieses Warten und die Langeweile zwischen den Aktivitäten des Heeres außerhalb lassen alle ein wenig sonderlich werden. Doch Ruhe will einfach nicht einkehren. Der Plan das Tor durch den Dharai aufzubrechen sind missglückt und so fangen die Katapulte an auf die Mauern zu schießen. Doch auch hier haben wir eine, für die Gegner unerwartete, Antwort parat. Hesindians Freund der Erzdschinn verspricht uns, dass die Mauern der Burg in diesem Kampf nicht Fallen werden und wird eins mit der Burg. Die weiteren Geschosse der Katapulte prallen nur noch wirkungslos von unserer verstärkten Mauer ab. Das schafft ein wenig Hoffnung. Taon hat ein Gruppe von den Amazonen für eine Idee begeistern können in der Dunkelheit ein Überfallkommando auf die Katapulte zu starten. Dies wird uns weitere Zeit verschaffen um auf Verstärkung zu hoffen. Ich leite derweil Arbeiten um das Tor, um dieses weiter zu Verstärken.

In dieser Nacht steigt uns ein Geruch in die Nase. Es brennt. Auf dem Turmhaus oberhalb des Tores ist ein Feuer ausgebrochen. Doch da es noch unnatürlich kälter ist als gestern Nacht ist der Brunnen zugefroren. Wir haben die Löscharbeiten gerade im Griff, da greift Hesindian Alvin mit einer Fackel in der Hand auf. Doch sein Verhalten ist so sonderbar, dass Hesindian ihn auf magische Spuren überprüft. Er wurde anscheinend beherrscht und magisch zu der Tat gezwungen. Doch dies wirft weitere Fragen auf. Die Amazone die ihn bewachen sollte scheint kurz den Posten verlassen zu haben und ihr wurde der Schlüssel geklaut. Damit muss der Beherrscher innerhalb der Burg sein. Doch eine magische Analyse jedes Anwesenden bringt keinen großen Erfolg. Lediglich ein Kind mit besonderen Fähigkeiten können wir ausmachen, dieser ist aber nicht der Verräter auf der Burg. Wir befragen noch Alena, eine alte Frau die aber immer sehr verstohlen und geheimnisvoll auftritt, doch sie scheint auch nichts mit der Sache zu tun zu haben. Da ist sich Edo sehr sicher. Wir sind gerade auf der Suche nach Sarolina, einer Dorfschönheit, die auch mit Alvin ein wenig zu tun hatte, da sehen wir Yala, die sich mit Alena unterhält. Als die beiden uns sehen ziehen sie sich in den Tempel zurück. Anscheinend sollen wir davon nichts mitbekommen. Doch Alessa kann die beiden ein wenig belauschen und kann die Wortfetzen „Verrat“, „Königin“ und „Rache“ aufschnappen. Bevor wir uns weiter darüber Gedanken machen können, sehen wir einen der Bauern Tod in einer Ecke liegen. Dieser wurde mit einem Messer erstochen. Wer ist der Verräter auf der Burg und wird Verstärkung eintreffen? Hat mein Zeichen Erfolg bei den Zwergen und kommen wir lebend wieder raus? Ich hoffe die Antworten werden positiv für uns ausfallen.

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Eine Antwort zu Ein Verräter auf Kurkum

  1. Playimmersive schreibt:

    Nabend, schön auch auf andere Blogger zu treffen, die ihre Spielerlebnisse in Geschichten verpacken. Ich finde das Abenteuer sehr interessant und bin schon gespannt darauf zu erfahren wie es weiter geht.

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