Marikes Drachenbann

(Verfasst von Kyrillion)

Die Rufe für den neuen Heermeister sind noch nicht verhallt, da verlässt Granus das Zelt vom Schwert der Schwerter. Ich verfolge ihn, bin mir aber nicht sicher ob er mich bemerkt hat oder nicht. Mit meiner Katze versuche ich meine Gefährten auf meine Spur zu bringen. Das Ende der Verfolgung ist das Blutzzelt, wo wir von fünf falschen Rondrianern angegriffen werden. In einem Zelt hinter dem Blutzelt sind die Kelche aufgebart. Die Drachengardisten haben gegen Granus und uns keine Chance und die letzten zwei ergeben sich. Doch während des Kampfes ist ein Tisch mit den Kelchen umgefallen und ein Kelch weist eine Beule auf. Einer der unzerstörbaren Kelche dürfte aber keine Beule bekommen. Da auch Granus das sieht befiehlt er sofort den richtigen anwesenden Drachengardisten uns zu töten. Die Gardisten zögern und ich konzentriere mich auf mein Zeichen. Unser Blut wird heute nicht fließen. Es gelingt mir auch und Granus lässt seinen Rondrakamm fallen. Er hat durch mich einen heiligen Eid gebrochen. Das Schwert der Schwerter stößt dazu und wir erklären die Lage. Sie vergibt Granus der ihren Eid unter meinem Einfluss gebrochen hat. Da nun das Geheimnis der Attrappen gelüftet ist, bleibt keine Zeit mehr und wir sollen gleich am Morgen zum Angroschtempel im Schlund aufbrechen.

Nach einem Streit mit dem Schwert der Schwerter, die unser Leben sehr gering bewertet, gehe ich angesäuert noch ins Badehaus. Außer mir ist niemand anwesend und ich kann mich tief entspannen. Ich schließe meine Augen und schlafe sogar fast bei meiner Rasur ein. Doch als die Klinge meine Brust entlangfährt öffne ich die Augen. Verian steht vor mir in einer Rondrageweihtenverkleidung und hält mir seinen unheiligen Dolch gegen die Kehle. Er fordert einen Eid von mir, dass ich mich aus seinen Angelegenheiten raushalten soll. Unser Wortgeplänkel verschafft mir zwar Zeit aber keinen Vorteil. Doch einen Eid einem so unheiligen Geschöpf? Nein! Ich aktiviere wieder meine Katze und lasse die folgenden Worte in allen Köpfen hallen:

 

NIEMALS WIRD MIR DER NAMENLOSE EINEN EID ABTROTZEN KÖNNEN!

 

Und es wird dunkel um mich als Verian zusticht.

Ich erwache wieder auf meinem Bett mit fast unerträglichen Schmerzen. So fühlt sich also ein Stich mit einem Namenlosen Dolch an. Doch warum lebe ich überhaupt noch? Ich horche in mich hinein und nicht ich, sondern mein Zeichen hat den Schwur abgelegt und mich vor dem Tod bewahrt. Die anderen Diskutieren, dass Verian gestoppt werden muss, doch ich kann diesen Gedanken nicht fassen und will mich dieser Sache nun auch nicht mehr anschließen. Ich werte dies vor allem als Zeichen, dass die Zeichen uns nicht, im Gegensatz zum Schwert der Schwerter, für so einfach austauschbar halten. Auch wenn er mich bestohlen hat und mir zwei meiner kostbarsten Besitztümer genommen hat. Den Speer der Ewig Jungen und mein Rahjatuch …

Am nächsten Tag müssen wir, trotz meines Zustandes, aufbrechen. Unsere Elite Drachengardisten begleiten uns. Auf dem Weg zum Berg treffen wir noch auf Raidri und seine Gruppe. Auch der König der Zwerge ist in seiner Gesellschaft. Er mag ein Angeber sein, aber seine Freundschaften und Kontakte sind beeindruckend. Die Reise zum Schlund verläuft ereignislos. Ich schaue mich immer wieder um, kann aber keine Verfolger entdecken. Nach einer Weile müssen wir die Pferde hinter uns lassen, da der Pfad zu steil wird. Der Pfad ist auch sehr beschönigend, müssen wir doch teilweise an einer Kletterschwelle mit Handlauf entlang. Als wir dem Krater nahe kommen ertönt der Schrei des untoten Drachen in unseren Köpfen. Unser Vorhaben ist alles andere als geheim und dem Feind verborgen. Doch wir müssen weiter und klettern über ein Seil auf den Rand des Kraters um das Innere zu überblicken. In jeder Himmelsrichtung ist ein Gebäude zu erkennen. Im Westen ist der Ingerimmtempel der Menschen gelegen, im Norden ragt der Rondratempel heraus, südlich ist der Angroschtempel und im Osten nur noch eine Ruine. Da der Abstieg sehr bedrohlich aussieht, nimmt Hesindian den einfachsten Weg und teleportiert sich zum Angroschtempel. Im Tempel kommen wir in den Altarraum zur Esse. Das orangene Glühen und die Hitze bestätigen, dass die Zwerge hier mit Lava schmieden. Ein Zwerg mit wirren Haaren nur im Ledenschurz kommt aufgeregt auf uns zu. Er ruft nur „gefunden gefunden“. Er wirft jedem von uns ein Flammenamulett zu. Während wir die Verteidigung der Zwerge in Augenschein nehmen, macht Taon sich auf eine Expedition zum Kraterrand. Nach einer Weile kommt er etwas gehetzt mit einem Pfeil im Oberschenkel wieder zu uns. Rund 40 Söldner sind auf dem Weg in den Krater und werden uns bald angreifen.

Wir nutzen die Zeit und fertigen Barrikaden an und bringen den „Drachenbann“ in Stellung. Der Drachenbann ist eine Ballista, die mit besonderen Geschossen Drachen vom Himmel holen soll. Wir sind gerade mit allem fertig geworden, da marschieren die Söldner auf. Ihr Anführer hat die Ingerimmgeweihten aus dem Tempel der Menschen gefangen genommen und fordert die Kelche im Austausch. Da wir diesen Handel noch nicht einmal im Austausch mit unseren Leben leisten können und dürfen nimmt ihr Schicksal kein schönes Ende. Mit dem Tod der Geweihten beginnt auch der Angriff. Die Söldner stürmen auf uns zu. Besonders ein Gegner sticht ins Auge. Ein Zwerg mit einer unheiligen Eisaura um sich herum, der von einer handvoll Söldner mit Turmschild beschützt wird. Doch Hesindian kümmert sich um den Zwerg und bevor dieser eskalieren kann tötet er ihn. Die Reihe der Gegner lichtet sich stetig, da ertönt wieder der untote Drachenschrei in unseren Köpfen. Rhazazor gibt sich persönlich die Ehre diese angeblich für ihn unwichtigen Kelche zu erobern. Der Schrei ist nicht nur in unseren Köpfen grausam, er lässt auch unsere gefallenen Kameraden und Gegner wieder auferstehen. Eine der Drachenlanzen vom Drachenbann verfehlt Razazor nur knapp und bleibt im Boden neben ihm stecken. Marike sieht dies und ihr Leviathansinn übernimmt die Kontrolle. Sie verwandelt sich wieder in dieses mächtige Wesen und kämpft mir der Lanze gegen den Drachen. Dies ist der Moment indem der Gegner alle Karten auf einmal ausspielt. Der Anführer der Söldner ruft Belhalar an und stürmt auf mich zu und am Himmel erscheint ein übergroßer Karakil, der von Xarfeidon geritten wird.

Bei Xarfeidons Anblick reist sich Edo seine Augenklappe runter und ein roter konzentrierter Strahl bohrt sich in Xarfeidons Schulter. Dieser kann sich kaum halten und klammert sich mit einer Klaue, die seine Hand ersetzt hat, am Karakil fest. Bevor er sich fangen kann wird der Karakil von der Baliste getroffen und stürzt mit ihm zusammen in den Schlund.

Taon liefert sich mit dem Paktierer einen erbitterten Kampf, da ich fliehen musste als er mit einem Schlag meinen Holzspeer zertrümmerte. Der Paktierer liefert einen harten Kampf muss sich aber am Ende geschlagen geben, als er von einem der besonderen Mondpfeile von Edo getroffen wird..

Trotz der hier und da laufenden Scharmützel hat Jedermann den Kampf von Leviathanim und Drachen um Auge. Marike wie Rhazazor landen brutale Treffer und selbst wenn Marike am Ende deutlich gezeichneter von dem Kampf aussieht, so scheint dennoch eine Art Gleichgewicht zu herrschen. Mit letzter Kraft treibt Marike die Lanze durch die Klaue von Rhazazor, der einen ohrenplatzenden Schrei ausstößt und sich ohne diese Klaue in die Luft erhebt. Der Drache zieht sich zurück und hinterlässt eine Verwüstung in der keiner der Feinde und auch die meisten unserer Freunde nicht überlebt haben.

Ich hoffe Siebenstreich ist dies alles auch Wert, wir werden es sehen…

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Chronik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s