Die Entscheidung der Trolle

(verfasst von Edo)

Langsam erwachen wir aus unserer Bewusstlosigkeit. Ich höre schon wieder die Stimme Erkhabans, die uns antreibt nicht weiter herum zu liegen. Wir alle sehen aus als kämen wir aus einer Schlacht. Der Schmerz von Wunden ist uns mittlerweile ein steter Begleiter geworden. Dort liegt Taon und bewegt sich nicht. Sein Körper hat sich verändert. Am ganzen Leib zeichnen sich sichelartige Formen unter seiner Haut ab. Die Geschosse müssen seinen Körper durchdrungen haben und sind nun eins mit ihm. Jeder andere wäre von den Teilen zertrümmert worden und sicher nicht mehr am leben. Doch ich sehe wie sich sein Brustkorb langsam hebt und senkt. Das Zeichen scheint seinen Träger gefunden zu haben.

Es wird noch Tage dauern bis Taons Körper wieder in der Lage ist, sich zu erheben. So lange können wir nicht warten und reisen weiter. Unterwegs passieren wir den Schlund, wo sich immer noch das Heerlager befindet. Es ist gewachsen. Zurück in Graulgatschthor suchen wir die Versammlungshalle auf in der Hoffnung, dass die Anhörung verschoben wurde. Aber die Halle ist leer und auch Kralulatsch können wir nicht finden. Er ist verschwunden, genauso wie der Schamane Knoppold.

Da wir keine Anhaltspunkte für seinen Verbleib haben, führt sein Meister Kraluwatsch ein Ritual durch. Wir sehen durch unser Auge wie er mit 20 Geistern spricht! Das müssen ehemalige Träger der Keule sein. Auch die Art der Unterhaltung ist viel harmonischer als es bei normalen Geistern der Fall ist.
Wir erfahren, dass Kralulatsch auf dem Berg Schattenklotz sein soll, ein Ort, der für Trolle verboten ist. Dieser Berg soll fünf Tagesreisen entfernt liegen. Da wir die Trolle unbedingt überzeugen wollen sich gegen Borbarad zu stellen, machen wir uns auf, Kralawatsch zu befreien. Die Luftdschinns aus unseren Ringen bringen uns unbeschadet zum Berg. Wir erreichen den Berg als es schon dunkel ist. Oben auf dem Berg steht ein Gebäude mit hohen, klotzförmigen Türmen aus schwarzem Stein, der fast eins ist mit der Nacht. Marike findet einen Weg hinauf zur Burg. Wir versuchen Anzeichen für magische Wesen zu finden, doch das gesamte Gebiet ist von einem magischen Nebel durchzogen, der die Sicht nimmt.
Wir schreiten weiter und nun zieht auch ein echter Nebel auf. Der Schotter geht in einen festen Steinboden über und wir erkennen die Umrisse einer Brücke. Am Ende der Brücke steht die Burg. Ich versuche mit Hellsicht durch das Tor zu schauen, doch der Nebel scheint mir die Konzentration genommen zu haben, da der Zauber zutiefst misslingt und ich spüre wie mich meine magische Kraft mit einem Mal verlässt.

Da wir so nicht weiter kommen, klettern einige von uns die Wand hinauf. Plötzlich fallen Steine vom Himmel. Sehr spät erst bemerken wir, dass das Tor gar nicht verschlossen war. Da stürmen sieben axtbewehrte Männer auf uns zu und wir sehen auch, wer die Steine geworfen hat: Riesenalke. Die Schergen werden von Knoppold befehligt, der von einem verdorbenen Dschinn begleitet wird, der über und über mit einem Schleim bedeckt ist.
Mit Erkhabans Macht brenne ich dem Dschinn die Verdorbenheit aus dem Leib, so dass nur von Lava zusammen gehaltener schwarzer Stein zurück bleibt. Nun soll er UNS dienen! Aber wir müssen uns auch stärken, um zu bestehen. Wir sind die Gezeichneten und wir haben eine Aufgabe. Borbarad muss vernichtet werden und keiner wird UNS aufhalten! Ich lasse Erkhaban in meinen Geist und WIR nehmen uns was wir brauchen und saugen einem der Verräter die restliche Lebenskraft aus, damit WIR wieder zu Kräften kommen. Dieser Weg ist uns vorher bestimmt und wir werden das tun, was nötig ist!

Im Turm finden wir Kralulatsch. Er ist am leben, aber seine Keule ist zerbrochen. Er wurde entführt weil er das Geheimis gefunden hatte, um das Gefäß vom Berg aufzuwecken und damit einen weiteren Gezeichneten seinem Schicksal zuzuführen. Wir zerstören den Turm und reisen ab. Ich spüre die ständige und allumfassende Präsenz von Erkhaban. Kein Verräter soll uns mehr überraschen, keine Verzögerungen soll es mehr geben. Wir müssen IHN vernichten. Er wird unsere Macht zu spüren bekommen.

Zurück in Graugaschtor treffen die Trollfürsten eine Entscheidung. Diese Feiglinge werden keine Armee aufstellen, aber zumindest auch niemandem verbieten sich dem Heer gegen Borbarad anzuschließen.
In einem Ritual tropfen die Trolle kochendes Blut auf den Leib Taons. Der Berg müsse kontrolliert werden, da sonst alle sterben würden.

Auf Trollpfaden reisen wir Richtung Schlund, um das Heer wieder zu treffen. Wir erblicken das Banner des Kaiserreichs. Außerdem sehen wir eine Kavallerie aus Menschen und Orks. Die Udenberger Legion wurde von Prinz Brin angeheuert. Sehr zähe Streiter sollen das sein.
Das Schwert der Schwerter empfängt uns in einem Zelt und in eben jenem Zelt steht ein weiß bekleideter Mann mit rotem Schal. Er dreht sich zu uns um und wir erkennen das Gesicht Verians….

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